Mitteleuropäische Sommerzeit

Da haben wir sie also wieder … die gute, alte, ungeliebte Sommerzeit.
Man weiß zwar mittlerweile, dass es komplett sinnbefreit ist, aber es wird trotzdem jedes Jahr wieder gnadenlos durchgezogen. Fast alle Menschen und Tiere leiden mehrere Tage unter einem Minijetlag und sind noch müder als ohnehin schon. Kein Wunder, wenn man dann noch weniger von dem schafft, was man sich vorgenommen hat. Da hilft auch das allerbeste Zeitmanagement nichts mehr.
Es ist ja sowieso schon normal, dass man sich immer hundert Prozent vornimmt und maximal achtzig Prozent schafft … nach Adam Riese und Eva Zwerg braucht man also nach einer Woche einen Extratag, an dem man sich nur den liegen gebliebenen Sachen widmet. Dafür muss dann oft ein Teil des Wochenendes herhalten. Und schon fehlt einem ein großes Stück Erholung, Entspannung und Innehalten. Wenn man das dann über einen längeren Zeitraum praktiziert, kommt irgendwann der Punkt, an dem nichts mehr geht.
Burn-Out … und dann heißt es wieder:
„Du hättest mal Pause machen sollen …“
Wann denn, wenn immer die Zeit fehlt und von Staats wegen auch noch dafür gesorgt wird, dass man tage- oder wochenlang nur eingeschränkt leistungsfähig ist? Ich brauche die Sommerzeit nicht und ich denke, damit stehe ich nicht allein.

Update Zeit

Über das Thema Zeit könnte man vortrefflich immer wieder referieren und käme doch zu keinem befriedigenden Ergebnis – es ist und bleibt Tatsache, dass sie immer zu knapp ist. Vor allem die „Hobbyautoren“, die nebenbei noch einer bezahlten Tätigkeit, in welchem Umfang auch immer, nachgehen müssen, haben da zu manchen Zeiten ein echtes Problem. Ich schließe mich da mal mit ein, denn neben der beruflichen Tätigkeit und dem, was man salopp mit „bisschen Haushalt“ bezeichnet“ bedient man etliche Portale zwecks Werbung für die eigenen Werke und ist natürlich immer präsent und online.

Und kaum, dass ein Werk veröffentlicht ist, kribbelt es schon wieder in den Fingern, das nächste Projekt ist am Start… Dank einiger guter Vorarbeit – Kurzgeschichten kann man ja immer mal wieder zwischendurch schreiben – ist es auch schon recht weit fortgeschritten.

Doch auch da gibt es Tage, da hätte man früher auf dem Bleistift gekaut, mit der Tastatur sieht das irgendwie nicht ganz so schlau aus. Ich meine das Kauen….

Doch was hilft es, auch durch kurze Kreativ-Blockaden muss man durch. Und nun lasst uns wieder über was Schöneres reden. Wie wäre es mit Wetter? Ach nee, lieber nicht…das macht zur Zeit höchstens depressiv, und dann wollen die Ideen für neue „heiße“ Geschichten auch nicht ans Licht kommen.

Dann wünsche ich euch einfach mal ein schönes Wochenende, denjenigen, die morgen noch zur Buchmesse gehen, viel Spaß – und wir lesen uns….versprochen.

Weil mir immer die Zeit wegläuft

Für diejenigen, die sagen wir mal schon über 30 sind …

Vor kurzem stellte mein Arzt
die Diagnose:

D.S.G.A.A.

Defizitäre Störung
des Gedächtnisses
ausgelöst durch das Alter ! ! !

So befällt es einen:

Ich beschließe das Auto zu waschen. Als ich zur Tür gehe, sehe ich, dass die Post auf dem Tisch liegt.
Na gut, ich werde das Auto waschen. Aber zuerst werde ich gucken, wer mir geschrieben hat.

Ich lasse die Schlüssel auf dem Schreibtisch liegen, schmeiße die Post weg, die mich nicht interessiert und stelle fest, dass der Mülleimer voll ist.

Ich werde die Rechnungen und Kontoauszüge im Schreibtisch verstauen und den Mülleimer ausleeren, aber wo die Schublade des Schreibtisches schon mal offen ist, könnte ich doch eigentlich gleich die Schecks ausstellen, um die Rechnungen zu bezahlen.
Wo ist mein Scheckheft?
Auweia!!!
Es ist nur noch ein Scheck drin.
Mein Vorrat an Schecks ist in der zweiten Schublade des Schreibtisches.

Ah, da auf dem Schreibtisch ist ja das Glas mit dem Saft, den ich gerade trinken wollte. Ich werde die anderen Schecks suchen. Aber zuerst muss ich das Glas wegstellen, das steht zu nah am Computer. Ach, dann kann ich den Saft ja auch gleich wieder in den Kühlschrank stellen, er ist schon ganz lauwarm.

Ich gehe in Richtung Küche und sehe, dass die Pflanzen Wasser brauchen. Ich stell das Glas Saft auf das Tischchen und Juhu! Da ist sie ja, die Brille! Die habe ich den ganzen Morgen gesucht! Die sollte ich besser sofort verstauen. Ich fülle eine Kanne mit Wasser und nähere mich meinen durstigen Pflanzen.

Jemand hat die Fernbedienung in der
Küche gelassen. Und ich habe mich halb tot gesucht, als ich Fernsehen gucken wollte. Am besten bringe ich sie gleich da hin zurück, wo sie hin gehört. Ich gieße meine Pflanzen ein wenig (ein bisschen gieße ich auch den Boden, den werde ich aber bestimmt gleich saubermachen)

werfe die Fernbedienung auf dem Sessel und gehe auf die Haustür zu, die ganze Zeit mit dem Gedanken beschäftigt, was es denn noch mal war, was ich eigentlich machen wollte !!!

Am Ende des Tages:
Das Auto ist nach wie vor schmutzig, die Rechnungen sind unbezahlt, das Glas Saft steht auf dem Tischchen in der Küche, meine Pflanzen haben nicht genug Wasser, um überleben zu können. Im Scheckheft ist nach wie vor nur ein Scheck und die Autoschlüssel kann ich beim besten Willen nicht finden.

Als mir klar wird, dass ich den ganzen Tag überhaupt nichts zu Ende gebracht habe, bin ich überrascht, denn eigentlich war ich DEN GANZEN TAG BESCHAEFTIGT!

Ich muss feststellen dass
D.S.G.A.A.
eine sehr ernste und schwerwiegende Krankheit ist. Am besten versuche ich mal was über das Internet raus zu finden.

Aber erst mal gucken
ob mir irgend jemand eine E-Mail geschrieben hat…

(ein Teufelskreis)