Frühlingszeit – Modesündenzeit

Die Temperaturen steigen. Da zeigen sich Viele so knapp bekleidet, wie sie nur können. Wobei es bei Temperaturen um die zwanzig Grad sicher noch nicht nötig, fast sämtliche Hüllen fallen zu lassen und die Mitmenschen mit Anblicken zu erfreuen, die sie eigentlich nicht sehen wollen.

Ihr wisst nicht, was ich meine? Okay, dem kann abgeholfen werden.

Liebe Männer …

Auch wenn ihr sportlich wirken wollt – Jogginghosen kann man anziehen. Zu Hause, im Garten, beim Sport und auf dem Weg zum Sport. Nicht in der Stadt, beim Einkaufen oder sogar Essengehen. Das Gleiche gilt für Radlerhosen. Wenn ihr nicht gerade vom Rad gestiegen seid, ist das keine passende Bekleidung für einen Einkaufsbummel. Erst recht nicht, wenn der Hintern der Hose in der Kniekehle hängt und der Träger die Siebzig locker überschritten hat.

Was auch nicht geht, sind Socken in Latschen. Wenn ihr meint, unbedingt kurze Hosen tragen zu müssen, dann bitte keine Socken zu nackten Beinen. Nein, auch keine Sneakersocken, auch die sieht man. Wem barfuß zu unangenehm ist, dem seien Frotteesohlen empfohlen. Waschbar und hygienisch.

Apropos kurze Hosen. Schwitzt ihr wirklich zwischen Knie und Knöchel derart extrem, dass es euch danach gelüstet, der Umwelt blasse, behaarte und leider oft auch krumme Unterschenkel zu präsentieren? Denn im Gegensatz zu einem Rock, mit dem Frau sich dann etwas leichter bekleiden kann, liegt auch die kurze Hose eng an … zumindest sollte sie das. Arschfüßler jetzt mal ausgenommen, deren Anatomie danach verlangt, Hosen in der Kniekehle tragen zu müssen.

Liebe Frauen …

Muss man bei etwas erwärmten Temperaturen wirklich sofort die Tops mit den Spaghettiträgern rauskramen? Und das Ganze möglichst kurz und zu einer knalleng anliegenden Leggings? Leggings … sicher … mit einem knielangen Rock oder Kleid darüber schon, sonst definitiv ein modisches No-Go.

Ach ja … Tops … bitte liebe Damen … ich hab noch gelernt, dass man Unterwäsche nicht sieht. Dazu zählen auch BH-Träger. Es ist mittlerweile zwar üblich geworden, dass man immer und überall zeigt, dass man einen BH trägt – eigentlich ist auch das ein No-Go, denn ein erotisches „Blitzenlassen“ ist etwas anderes. Dezente Spitze, die aus einer Bluse hervorblitzt, wenn sich die Trägerin bewegt, das ist erotisch, aber nicht der blaue Querbalken auf dem Rücken einer jungen Frau in einem Sommerkleid mit tiefem Rückenausschnitt. Es gibt auch dafür die passende Unterwäsche … fragt ruhig mal in einem guten Dessousgeschäft nach. Oder – wenn ihr noch jung genug seid, verzichtet auf mal auf das Teil, aber bitte nicht provokant präsentieren.

Wo wir schon beim Thema sind – liebe Frauen, die ihr auch gerne mal auf komplette Unterbekleidung verzichtet – seid euch dessen bewusst, wenn ihr euch bückt. Auch wenn ihr jemandem gegenübersteht oder sitzt … es sollte euch nicht aus dem Ausschnitt fallen.

Und achtet bitte darauf, was zu euch passt. Das ist viel wichtiger, als ob es der letzte Schrei ist. Es gibt für jedes Alter und für jede Figur die passende Kleidung. Auch in größeren Größen gibt es sexy Kleidung … es sieht einfach peinlich aus, wenn eine Frau mit Größe 44 sich in Sachen zwängt, die eigentlich Größe 38 sind. Das sieht dann entweder primitiv aus oder wie eine geschnürte ungarische Salami. Das wirkt nicht erotisch, sondern idiotisch.

Übrigens sollten auch Frauen der Altersgruppe 40 Plus etwas Mühe auf die Auswahl ihrer Kleidung verwenden. Was für zwanzigjährige Frauen geht, ist oft nicht mehr wirklich angesagt. Ihr habt es nicht nötig, steht doch zu eurem Alter. Altersgemäß heißt nicht automatisch langweilig und bieder. Auch sexy geht da … sehr gut sogar.

Zum Schluss noch zwei Anmerkungen: Entgegen der irrigen Annahme, dass man Stringtangas unter enger Kleidung nicht sieht … lasst euch gesagt sein … man sieht es, wenn sich ein zu enger Slip unter einer zu engen Hose abzeichnet – und zusätzlich zu der durch die zu enge Hose entstandenen Rolle eine weitere erscheinen lässt.

Und was die modischen Farben angeht … Pink und Mint darf nur eine Frau tragen – und die ist Queen in England.

 

Ich könnte noch eine Weile weitermachen, aber ich denke, das reicht jetzt. Bitte liebe Mitmenschen, denkt einmal darüber nach, was ihr uns anderen so zumutet.

Warum ich nicht mit Papyrus arbeite…

Selbst auf die Gefahr hin, dass mich jetzt einige Autoren steinigen werden, ich mag Papyrus nicht.
Ich werde versuchen zu erklären warum nicht…

Das fängt schon bei der Demoversion an. Man kann zwar testen, aber eben nur sehr eingeschränkt. Grade die Stilanalyse, die doch vielen so unglaublich wichtig erscheint, kann man nur mit einseitigen Dokumenten testen. Schon blöd, aber okay, ich nehme ein einseitiges Dokument und kopiere das in Papyrus. Und bin dann erschlagen, als ich die Stilanalyse aufrufe. Selbst im „Überarbeiten“-Modus wimmelt es nur so von bunten Farben.

Ich bekomme fast jedes zweite Wort angemalt, immer hübsch bunt durcheinander. Nur – das könnte ich nie überarbeiten, es irritiert nur noch. Wie manche Autoren so sogar schreiben können wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

Es werden Füllwörter angezeigt und leicht durchgestrichen, man moniert ständig „doppelte“ Worte (in 20.000 Worten soll es wohl mal vorkommen, dass sich welche davon wiederholen), und sogar harmlose „und“ oder „oder“ werden gekringelt. Ich möchte doch bitte prüfen, ob der Satz nicht etwa zu lang wäre.

Beispiel: Sie sahen sich an und lachten.

Das Programm fragt allen Ernstes, ob ich den Satz nicht lieber aufteilen möchte. Es erkennt also keine Bandwurmsätze, indem es Wörter zählt und dann mahnt, nein, es sucht nur nach Konjunktionen.

So wird man mit Überarbeiten natürlich nicht besonders schnell fertig, denn wie oft nutzt man die diese Worte? Klar, sehr oft.

Fast jedes mir bekannte Wort scheint ein Füllwort zu sein. Aber die deutsche Sprache hat sie nun mal und ich nutze sie beim Sprechen. Warum darf ich sie beim Schreiben nicht verwenden? Sie machen Sprache doch erst lebendig. Wenn ich eine Gebrauchsanleitung schreiben will, dann mögen sie stören, aber in einem Roman, einer Novelle, einer Kurzgeschichte? Nein – und noch mal nein.

Wortwiederholungen erkennen. Tolle Sache, kann Word auch. Mir der Funktion „Suchen“ kann man seine „Lieblingswiederholungen“ gezielt suchen, markieren lassen und sofort farbig absetzen. Geht wunderbar und erspart viele Kringel. Die beim Schreiben ja schon in Office-Programmen den Schreibfluss ganz enorm behindern und stören.

Es ist unglaublich mühselig sich so durch den Text zu kämpfen. Wenn ich wirklich auf die Suche nach diesen so furchtbaren Füllwörtern gehen will, dann kann ich mehrere Online-Tools dafür nutzen, mit dem Unterschied, ich kann es mir sogar gleich ohne diese Worte anzeigen lassen.

Eine andere Seite erkennt perfekt zu lange Sätze. Und zwar an der Zahl der Worte zwischen zwei Punkten. Die kann man dann ganz gezielt finden und dann auch ändern, sofern das möglich ist.

Die Rechtschreibprüfung … sicher, die ist okay. Aber den Duden-Korrektor kann ich auch separat erwerben, dann kann ich das auch. Ansonsten kann man auch wunderbar Online-Tools dafür nutzen

Jetzt noch ein Wort zu denn oft angeführten Klemmbrettern. Warum kann ich meinen Plot, meine dazu benötigten Unterlagen, Recherchematerial und Links nicht schlicht und ergreifend einfach in Word schreiben, abspeichern und dann einen Ordner erstellen, in dem ich das alles sammle? Auch Lesezeichen kann jeder Browser setzen und in Ordnern zusammenfassen. Also dafür allein? Nein. Sicher nicht.

Mein Fazit: Papyrus kann nichts, was diese immense Ausgabe rechtfertigen würde. Grade die Stilanalyse folgt dem gleichen Algorithmus wie die kostenlosen Tools im Internet, für den Preis würde ich aber erwarten, dass es nicht nur simpel die Worte einer einprogrammierten Liste findet, sondern Zusammenhänge feststellen kann. Sprich, ob der Satz dann noch irgendeinen Sinn ergibt, wenn man ihm alle Füllwörter nimmt.

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Hier mal die Links zu Online-Seiten und Tools, mit denen man fast das Gleiche erreichen kann… wenn man denn will. Denn schließlich hat jeder seinen eigenen Stil. Und wenn der anderen nicht gefällt – keiner wird zum Lesen gezwungen, oder?

https://www.schreiblabor.com/textlabor/statistic/

http://www.it-agile.de/stil/eingabe.html

http://www.pressebox.de/pressemitteilung/doctima-gmbh/Guter-Stil-ist-keine-Geldfrage-Zehn-kostenlose-Online-Tools-fuer-die-Textoptimierung/boxid/456992

http://www.canoo.net/

http://rechtschreibpruefung24.de/

http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler.shtml

http://www.duden.de/

Diese Liste ist sicher nicht vollständig, aber die wichtigsten Sachen kann man damit schon erledigen.

Humorvoll Schreiben (2) – Interaktion der Figuren

Und es geht weiter mit den tollen Tipps….

VERStival

SD530009Mancher unterschwellige, angedeutete Humor gipfelt mitunter in einer ironischen Anspielung, einer flapsigen Antwort, einer Andeutung oder einem Ausspruch. Bei Situationskomik kann es auch die Art und Weise sein, wie die Figur agiert, etwas tut oder es unterlässt… Damit es dazu kommt, müssen die Figuren etwas miteinander erleben und miteinander kommunizieren. Das wirkt lebendiger und haucht ihnen Seele ein. Situationskomik ist ein mitunter sehr wirkungsvolles gestalterisches Mittel. Je mehr Figuren in einem Stück handeln, desto öfter bietet sich die Chance dafür. Nur humorvoll zu erzählen, genügt da bei weitem nicht mehr.

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