Neues von mir und Frank Böhm

Wir haben es mal wieder getan … *ggg*

Nein, nicht das … *ggg*

Bloß schon wieder etwas Neues produziert … 😉

Eine Schublade aufgeräumt und Gedichte gefunden …

Und ein paar kurze, aber heiße Geschichten für die kommende Weihnachtszeit für euch geschrieben …

Neugierig geworden? Dann los … aber Vorsicht … die Geschichten sind sinnlich, nicht BEsinnlich.

Für Risiken und Nebenwirkungen übernehmen die Autoren keine Haftung *ggg*

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Herr Anton (eine kleine Geschichte zum Thema „Hochwasserkatastrophe“ – denn das war sicher noch nicht die letzte)

Nachdenklich steht Herr Anton in seinem kleinen Wohnzimmer. Komisch sieht das hier aus, denn die kleineren Möbelstücke sind alle ins Obergeschoss verfrachtet worden. Die größeren, die zu schwer sind, um sie mal eben schnell abzutransportieren, sind mit Folien umwickelt, damit sie notdürftig gegen das zu erwartende Wasser geschützt sind. Die Schränke sind leer, alles sonst darin Befindliche ist ebenfalls in der ersten Etage zwischengelagert. Eigentlich hofft Herr Anton ja immer noch, dass es auch dieses Mal glimpflich abgeht, wie schon so einige Male vorher. Immer war gewarnt worden, und das Wasser des kleinen Flusses hatte auch jedes Mal den Keller des kleinen windschiefen Häuschens geflutet, aber ansonsten hatten sie doch Glück gehabt.

Sie – das waren sein Lebensgefährte Heinz und er. Seine Gedanken wandern zwanzig Jahre zurück.

*****

Er hatte Heinz in der Firma kennengelernt. Ein Mann zum Verlieben, einer, dem die Frauen nachsahen, einer, der bei den meisten Frauen auch ein Seufzen auslöste. Leider bissen sie auf Granit, denn was keiner wusste, Heinz war schwul. Und in einer kleinen Stadt wie der ihren war es schier unmöglich sich zu outen. Viel zu groß waren die Vorbehalte und Vorurteile. Deshalb spielte er lieber den unnahbaren, kühlen Norddeutschen.

Anton war ganz neu in die Firma gekommen, und als er Heinz vorgestellt wurde fühlte er, wie sein Herz einen kleinen Hüpfer machte. Konnte, nein durfte das sein, dass er sich in seinem Alter – er war mittlerweile immerhin schon fünfundfünfzig Jahre alt – Hals über Kopf in einen Mann verliebte, der noch dazu um einige Jahre jünger war als er?

Anton wusste schon lange, dass er sich mehr zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlte, aber auch er verschwieg es in der Öffentlichkeit. Nicht einmal seine Familie und Freunde wussten davon.

Heinz schien zu spüren, dass Anton etwas für ihn empfand, und so verabredeten sie sich immer mal wieder zum Sport oder in einer Kneipe. Sie lernten sich besser kennen und irgendwann war es dann soweit, dass sie sich auch ihre gegenseitigen Gefühle gestanden. Sie waren glücklich, und doch wussten sie, dass es jetzt kompliziert werden würde. Nicht nur, dass keiner außer ihnen von ihrer Liebe wissen durfte, auch in der Firma waren generell alle Beziehungen zwischen Mitarbeitern verboten.

So beschlossen sie, dass Heinz als der Jüngere der beiden sich einen neuen Job suchen sollte. Auch hielten sie Ausschau nach einem Ort, an dem sie zusammenleben konnten, ohne dass die Leute sich die Mäuler zerrissen. Diese beiden Aufgaben nahmen sie geraume Zeit völlig in Beschlag, doch dann war es geschafft. Heinz hatte eine neue Arbeit gefunden, und gleichzeitig hatten sie dieses kleine Häuschen auf dem Lande entdeckt.

Es war nicht sehr komfortabel, und stark renovierungsbedürftig war es auch, aber das störte die beiden nicht. Die Dorfbewohner hießen sie herzlich willkommen und tolerierten ihre Neigung. Waren sie doch in dem Dorf nicht das einzige ungewöhnliche Paar. Ihr Häuschen lag ein wenig abseits und war nur über einen kleinen Feldweg zu erreichen. Und dort sah man Heinz und Anton oft des Abends Hand in Hand zurück zu ihrem Häuschen gehen.

*****

Herr Anton schreckt aus seinen Gedanken auf. Kaltes, dreckiges Wasser umspült seine Füße. Er schaut hinunter und beschließt, nun doch langsam in den ersten Stock zu gehen. Anscheinend wird es dieses Mal wohl etwas schlimmer als sonst.

Fest presst er die kupferfarbene, wasserdicht versiegelte Urne an sich. Diese Urne, die er eigentlich gar nicht haben dürfte, und derentwegen er so viele Schwierigkeiten bekommen hatte.

*****

Ja, sein Heinz, er lebte nicht mehr. Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihnen, denn vor fast genau drei Jahren fühlt sich Heinz plötzlich nicht mehr wirklich wohl. Blass wurde er und verlor rapide an Gewicht. Als er dann zum Arzt ging war es bereits zu spät. Leukämie im Endstadium. Wenige Wochen blieben ihnen noch, dann schloss Heinz an einem schönen, warmen Sommermorgen für immer die Augen. Hier, in diesem Haus, in seinen Armen.

Kurz vorher hatten sie beschlossen, dass Heinz in Holland eingeäschert werden sollte, denn dann konnte Anton die Urne mit nach Hause nehmen, das deutsche Recht erlaubte so etwas nicht. Nachdem Heinz verbrannt und seine Asche in die Urne gefüllt worden war ließ Anton eine kleine gravierte Platte anfertigen und klebte sie sorgfältig auf die Urne. Ein letzter kleiner Gruß an seine große Liebe. Seitdem stand die Urne bei ihm auf dem Kaminsims im Wohnzimmer, und jeden Tag erzählte Anton seinem Heinz was so alles auf der Welt passiert war. Die Behörden hatten irgendwann Ruhe gegeben.

*****

Mit schweren Schritten stapft Herr Anton durch das steigende Wasser zu der schmalen Stiege, die das Erdgeschoss mit dem ersten Stock verbindet. Die Urne dabei fest an sich gepresst, wie in einer innigen Umarmung. Man hatte ihm gesagt, dass er im Notfall ins Obergeschoss gehen, ein Fenster öffnen und von dort auf das Dach klettern sollte. Wie er das in seinem Alter noch bewerkstelligen konnte, das hatten sie leider verschwiegen. Aber vielleicht würde es ja gar nicht so schlimm werden.

Herr Anton steht am Fenster, schaut hinaus auf die dreckige Brühe, die mittlerweile um sein kleines Häuschen schwappt. Nein, auf normalem Wege wird er hier nicht mehr herauskommen, soviel ist klar. Er öffnet zur Sicherheit schon mal das Fenster und überlegt, wie er wohl auf das Dach kommen soll.

Da hört er plötzlich ein immer stärker werdendes Brausen, der Wasserspiegel steigt in Minutenschnelle und das Wasser steht jetzt direkt unterhalb seines Fensters. Ob wohl irgendwo ein Deich gebrochen ist? Während sich Herr Anton noch diese Frage stellt schießt das erste Wasser gurgelnd durch das nun offene Fenster. Herr Anton verliert den Halt, die alten Knochen haben keine Kraft mehr, können ihn nicht auf den Beinen halten. Er fällt zu Boden, die Urne entgleitet seinen Händen und wird vom Wasser mitgerissen.

*****

Einige Tage später wird im Zuge der Aufräumarbeiten eine Urne aus der Krone eines Baumes geborgen. Die Inschrift auf der Plakette lässt die Retter betroffen innehalten.

„Heinz, du Liebe meines Lebens. Wart auf mich, ich komme bald. Dein Anton.“

Virtuelle Bücherverbrennung

Der Weltbild Verlag nimmt schwule Literatur aus dem Programm. Darüber berichten mittlerweile viele Medien, unter anderem „Die Süddeutsche“ und  die „Augsburger Allgemeine“.

Wie kann so etwas heute noch möglich sein? In was für einer Welt lebt Weltbild? Haben die schon mitbekommen, dass auch homosexuelle Menschen mittlerweile heiraten dürfen? Dass sie füreinander aufkommen und sorgen, ebenso wie es Ehepaare machen?

Was ist schlecht an Liebe? Warum erdreisten sich Menschen, die von körperlicher Liebe überhaupt keine Ahnung haben(dürfen) über andere zu urteilen? Zumal es doch nachgerade die katholische Kirche ist, die immer wieder in die negativen Schlagzeilen gerät, vor allem weil ihre zum Zölibat verdonnerten, aber wahrscheinlich bei weitem nicht alle asexuellen Priester sich dann an ihnen anvertrauten Personen vergreifen.

Die katholische Kirche behauptet immer, Homosexualität wäre nicht normal. Wenn denn irgendjemand mal eine genaue Definition von „Normal“ für mich hätte…*grübel*

Ist es normal die Menschen glauben zu machen, irgendjemand wäre in der Lage gewesen innerhalb von sieben Tagen eine ganze Welt zu erschaffen? Oder dass irgendjemand übers Wasser gehen konnte, ein Meer teilen oder Blinde wieder sehend? Ist das etwa normal?

Ich  komme zu dem Schluss: Weltbild ist für mich als Kunde tabu, ebenso die angeschlossenen Händler, als da wären:

Hugendubel

Bücher.de

Jokers

Droemer-Knaur

Neobooks

Libri

Booklooker

Ob diese Liste komplett ist vermag ich nicht zu sagen, und jeder mag für sich selbst entscheiden ob er sich davon bei der Wahl seines bevorzugten Händlers beeinflussen lässt.

Mittlerweile hat sich allerdings auf Facebook eine Gruppe gebildet zu diesem Thema, Mitglieder werden noch aufgenommen, schaut doch mal rein:

https://www.facebook.com/groups/466679630089373/

Nachtrag:

Als Kunde kann ich  das alles boykottieren,  als Autorin habe ich normalerweise kein Mitspracherecht, bei welchem Händler meine Bücher gelistet werden. Da ich jedoch im Bereich Erotik schreibe besteht kaum Gefahr bei Weltbild oder Hugendubel zu erscheinen. Ich heiße ja nicht  E. L. James