Frohes Neues!

„Frohes Neues, na wie geht´s?“
„Ach, es läuft schon, so wie stets.“

Wollen wir die Wahrheit wissen?
Von den Tränen nachts im Kissen?

Oder von der Angst des Mannes
vor dem Chef? Nur leider kann es

er mal wieder nicht riskieren,
will er nicht den Job verlieren,

das zu sagen was er will.
Also ist er lieber still.

Und die Frau, schon wieder krank.
Auch kein Geld mehr auf der Bank.

Wovon soll er Miete zahlen?
Ach, er leidet große Qualen.

Doch er lächelt, sieht uns an.
Denn er ist ein tapf’rer Mann.

Niemals klagt er, bleibt bescheiden.
Könn´n ihn deshalb wohl gut leiden.

Uns´re Sorgen, plötzlich klein.
So wie er, so woll´n wir sein.

Lasst uns´re Sorgen uns gehören.
Die Wahrheit, die will keiner hören.

Spiel´n  den Clown und sind gut drauf,
setzen uns ´ne Maske auf

mit ´nem lachenden Gesicht.
Dann sieht man uns´re Tränen nicht.

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© Valerie le Fiery

Bye, bye 2014, hello 2015!

Das Jahr 2014 ist fast vorüber und somit wird es Zeit für den obligatorischen Rückblick. Was war denn alles schön in diesem Jahr?

Zunächst einmal gab es mehrere Buchveröffentlichungen. Größere über den Verlag, kleinere (teils kostenlose) über BookRix, aber alle spannend. Gespannt schaute man immer wieder auf die Zahlen … fieberte mit, ob den Lesern die „Babys“ ebenso gefallen wie einem selbst.

Was war noch? Das große Stubertreffen im Juni in Berlin. Schon Wochen vorher war man kribbelig und dann war es endlich soweit. Wir sind uns ausnahmslos sympathisch gewesen, spontan um den Hals gefallen und freuen uns bereits auf das nächste Treffen in 2015.

Dann ein weiteres persönliches Highlight: eine politische Bildungsfahrt – ebenfalls nach Berlin, nur knapp drei Wochen später. Deutsche Geschichte hat es ganz schön in sich. Auch das waren zwei sehr interessante Tage.

Und dann endlich das Event, von dem ich schon lange geträumt hatte und das nun endlich (dank meines Freundes und Kollegen Frank) Wirklichkeit wurde: Buchmesse 2014 in Frankfurt. Endlich Ilona kennengelernt, nebst Familie versteht sich. Weitere Kollegen aus dem Verlag und unzählige andere liebe Menschen getroffen und abgeknuddelt (nicht wahr Beata?).

Und was kommt im nächsten Jahr? Nun, da steht eine weitere Veröffentlichung an … zusammen mit Frank Böhm. Das sollte im Februar klappen. Ebenfalls im Februar soll dann eine Lesung stattfinden. Bin mal gespannt, wie das so wird. Im März kommt dann schon das nächste Highlight auf mich zu: die Buchmesse in Leipzig. Dort werde ich wieder viele neue Leute treffen und kennenlernen, aber natürlich ebenso jede Menge alte Freunde wiedersehen.

Das sind so die Aussichten für die ersten drei Monate. Klingt doch gut, oder?

Damit wünsche ich an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015 … man liest sich …

Auf ein Neues

Das neue Jahr steht vor der Tür
und jeder fragt: „Was bringt es mir?“

Doch vorher steht die Rückschau an,
bei der man sich dann fragen kann:

„Was hat das Alte denn gehalten?“
Es brachte uns viel Sorgenfalten.

Das Wetter war sehr oft recht mies,
so dass die Laune uns verließ.

Viel Schnee und Eis, das kam uns teuer.
Das Klima war nicht recht geheuer.

Wir kämpften gegen Wassermassen
und mussten Haus und Hof verlassen.

Danach gab´s wochenlange Hitze,
man hörte nur: „Mein Gott, ich schwitze.“

Auch bei der Kirche gab´s Probleme
,ein Bischof sorgte da für Häme.

Sein Häuschen kostete zu viel,
was seinem Chef gar nicht gefiel.

Denn der ist wirklich sehr bescheiden
und um sein Amt nicht zu beneiden.

Was gab es noch? Ach ja, ne Wahl.
Schon vorher war das eine Qual.

Und dann hat´s Monate gedauert,
bis ´ne Regierung war gemauert.

Was wird im nächsten Jahr geschehen?
Könnt´ man doch in die Zukunft sehen.

Ein neuer Job, ein kleines Haus.
Wie sieht wohl unser Leben aus?

Und die Moral von dem Gedicht?
Was ganz Genaues weiß man nicht.

Doch es gibt eins, das ist ja klar:
Ich wünsche euch ein tolles Jahr.

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© Valerie le Fiery 2013