Von Worten und Werten

Dieses ist weder der erste, noch wird es der letzte Post zum Thema „Preisgestaltung“ bei Selfpublishern sein. Und vielleicht wird er auch gar nicht gelesen, wie so viele andere Postings, Blogbeiträge und … ja auch Bücher.

Wobei … was ist denn eigentlich ein Buch?

Auf einer Plattform, auf der auch ich meine ersten Schritte im Schreiben wagte, zählt auch ein Drabble mit 100 Worten als Buch oder ein vierzeiliges Gedicht. Diese Bücher sind jetzt mal nicht gemeint, sondern schon eher die Sachen, mit denen man in den Verkauf geht, die man einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, egal ob über viele Kanäle oder exklusiv auf einen beschränkt.

Ein Buch ist für mich und meinen Freund und Autorenkollegen Frank Böhm etwas, für das ich/wir mich/uns traue/n, Geld zu verlangen. Und damit geht es dann los … ab wie vielen Wörtern darf man das und welchen Preis darf man den Lesern zumuten? Ich/wir haben da für mich/uns eine Art Tabelle aufgestellt, wie viele Wörter mit welchem Preis angeboten werden. Natürlich gibt es auch mal kleine Ausreißer nach oben und unten, aber nie übertrieben weit. Erreicht ein Buch nicht einen gewissen Mindestumfang (und der liegt so um und bei 10.000 Wörtern, plus minus 1.000), dann geht es entweder kostenlos raus, bleibt unveröffentlicht oder wird etwas erweitert. Der Leser hat Anspruch auf einen entsprechenden Gegenwert für sein Geld. Qualitativ ohnehin, quantitativ ebenso.

Von dieser Grenze an gilt eine Staffelung, von der ich/wir nur sehr selten – und dann auch wirklich nur mit gutem Grund – abweiche/n.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es von mir/uns eine ganze Menge Bücher zu kaufen gibt, die nur 99 Cent kosten, weil sie eben nicht die Wortzahl für die nächsthöhere Preisstufe erreichen. Ist der Inhalt entsprechend umfangreich, wird das Buch auch teurer, Sammelbände haben allerdings Sonderpreise, je nachdem, wie teuer die Einzelbände sind.

Was nun Preisaktionen und Einführungsaktionen angeht, so habe/n ich/wir auch dort schon alles getestet und … festgestellt, was davon nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat oder bringt, wie zum Beispiel ein tolles Ranking und eine hohe Zahl an Verkäufen. Die Gründe dafür mögen so vielfältig sein wie die Leser selbst, ich/wir komme/n jedoch zu dem Schluss, dass es zumindest in der nächsten Zeit diese Einführungspreise von 99 Cent zum Start eines Buches, das später 2,99 € oder mehr kosten soll, nicht mehr geben wird, über eine Reduzierung von fünfzig Prozent für einen kurzen Zeitraum denke/n ich/wir noch nach. Auch Aktionen wird es eher mit Reduzierungen als mit Billigaktionen geben, da ich/wir feststellen konnte/n, dass es die Bücher nicht unbedingt so weit nach vorn bringt, dass ein besseres Ranking die Verluste aufgrund des geringeren Preises wieder auffängt.

Spekulationen oder Ursachenforschung sind ein weites Thema, von daher kann man sicher nicht mit Bestimmtheit einen Weg als den Königsweg bezeichnen, es fällt jedoch auf, dass Verlagsbücher niemals Einführungspreise haben. Von daher erlaube/n ich/wir mir/uns, zukünftig nur noch die Bücher mit 99 Cent anzubieten, die ohnehin in diese Kategorie fallen, andere wird es lediglich noch reduziert geben … am Anfang oder auch mal einfach so … aber eben mit einem gewissen Wert … denn das bin/sind ich/wir mir/uns wert.

 

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