Politik zum Anfassen … eine Reise nach Berlin

Nun habe ich sie hinter mir … eine politische Informationsfahrt nach Berlin.

Bevor sich  jeder fragt, wie man so etwas herankommt … einfach mal im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten, der im entsprechenden Wahlkreis einen Sitz im Bundestag hat, nachfragen. Dazu muss man übrigens nicht Mitglied der entsprechenden Partei sein.

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/BPA-Informationsfahrt

Ich berichte mal von meiner Fahrt über zwei Tage.

Nach einer kurzen Anreise von zwei Stunden wurden wir – eine Gruppe von 39 Leuten – am Berliner Hauptbahnhof in Empfang genommen und zu einem Bus geleitet. Dieser Bus nebst Fahrer sollte uns die nächsten beiden Tage zur Verfügung stehen. Ebenso eine Betreuerin des Bundespresseamtes, die uns beide Tage begleiten und alles erklären sollte. Was sie übrigens hervorragend gemacht hat.

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Blick auf die Spree

Doch zunächst erfolgte eine Stadtrundfahrt, unterstützt von einer erfahrenen Stadtführerin. Vorbei an allem, was man in Berlin so gesehen haben sollte, natürlich lag in diesem Fall der Schwerpunkt auf dem Regierungsviertel. Was aber höchst interessant war, denn die rein touristischen Attraktionen kennt man ohnehin meist schon.

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Bundesrat

Danach gab es ein sehr schmackhaftes Mittagessen, bevor es mit einem kleinen Fußmarsch weiterging zum Bundesrat. Dort wurden wir wiederum in Empfang genommen. Dieses Mal von einer sehr engagierten Referentin, die uns durch die nächsten knapp eineinhalb Stunden führte. Von der Erklärung, was es mit dem Gebäude selbst auf sich hat, über einen Besuch im Plenarsaal des Bundesrates bis hin zu einem Ort, an dem man üblicherweise auf keinen Fall Zutritt bekommt – dem Raum, in dem sonst streng geheim der Vermittlungsausschuss tagt.

Anschließend ging es – bedingt durch das schöne Wetter wieder zu Fuß – zum Asisi Mauer Panorama … The Wall.

Dort wird das Alltagsleben direkt an der Mauer mittels dreidimensionaler Zeichnungen bedrückend real nachempfunden. Man vermeint, direkt an der Mauer zu stehen und glaubt, die Hunde zu hören, die dort mit den Grenzern patrouillieren.

Nach diesem Programmpunkt, der alle sehr beeindruckt hat, weil er so erschreckend bedrückend die Grausamkeit der damaligen Verhältnisse vor Augen führte, ging es zum Hotel. Einchecken und Abendessen standen auf dem Programm.

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Bundesadler

Daran anschließend ging es dann mit dem Bus zum Reichstagsgebäude, was durch zahlreiche, durch den Abbau der Fanmeile bedingte Umleitungen, etwas erschwert wurde. Nach einem Sicherheitscheck – vergleichbar dem am Flughafen – ging es zu einem Vortrag auf die Besucher-Tribüne des Bundestages. Unsere Bundestagsabgeordnete hatte sich in der Zwischenzeit zu uns gesellt und stand im Anschluss an den Vortrag noch für Einzelgespräche und auch Fotos zur Verfügung. Unter anderem auch ein Gruppenfoto vor der Glaskuppel. Nach einer Individualbesichtigung der Kuppel wurden alle wieder ins Hotel gebracht.

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Stasimuseum

Am nächsten Morgen – nach einem ausgiebigen Frühstück – ging es dann weiter im Programm. Das Stasimuseum stand auf dem Programm. Und es war wieder ein absolut kompetenter, mit einer ganzen Menge Humor gesegneter Referent, der uns gut zwei Stunden begleitete.

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Zelle im Gefangenentransporter

Man stand fassungslos vor dem Gefangenentransportwagen mit den fünf kleinen Zellen – jede nicht größer als maximal ein Viertel eines Dixiklos. Außer jeder Menge Anschauungsmaterial – Uniformen, Parteibücher, Mitgliedsausweise und Waffen – standen wir dann vor dem Schreibtisch, des Mannes, vor dem alle damals gezittert hatten. Erich Mielke. Ein Schreibtisch des Grauens und doch so fürchterlich normal … eine Möblierung, wie sie auch in den westlichen Bundesländern zu der Zeit völlig gängig war.

Auch einige damals geläufige Witze wurden erzählt, dann war die Zeit auch schon wieder um.

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Bernauer Straße

Auf dem Weg zur Bundesgeschäftsstelle der ausrichtenden Partei konnten wir einen Blick auf die Gedenkstätte Bernauer Straße werfen, ebenso auf den Neubau des Bundesnachrichtendienstes, gegen den sich die Stasizentrale eher klein ausnimmt.

Als dann auch dieser Programmpunkt abgehandelt war, ging es zu einem letzten Mittagessen und von dort  zurück zum Bahnhof, von wo aus uns der Zug  wieder Richtung Heimat brachte.

Fazit:

Es waren zwei rundum gelungene Tage. Man hat viel gehört und gesehen. Es wurde alles auf sehr lebendige Art und Weise vermittelt und war sehr informativ. Politik zum Anfassen eben. Ich kann es nur jedem empfehlen. Es macht Spaß und man sieht manches hinterher eben doch mit anderen Augen .

P. S.:

Wie es sich gehört, wenn Engel reisen, hatten wir auch fantastisches Wetter. 🙂

Bildmaterialien … Copyright Valerie le Fiery

Zeit der Trennungen

2013 begann gleich mit einer Menge Trennungen:

Die Tannenbäume haben die Trennung von ihren Nadeln konsequent durchgezogen.

Sylvie hat sich von Rafael getrennt und der Christian von seiner Bettina.

In Schleswig-Holstein hat sich der Chef der CDU de Jager in allen Ehren aus seinem Amt zurückgezogen, und in Berlin wird unser Wowi nur durch seine Parteigenossen davon zurückgehalten selbiges zu tun.

Die Berliner als solches haben eine besonders schmerzliche Trennung zu verkraften:

Sie mussten sich von der Hoffnung verabschieden demnächst einen funktionierenden Haupstadtflughafen vorweisen zu können.

Es ist ja nicht so dass sie keinen hätten, aber man hätte ja so gern….und überhaupt…

Da stellt sich einem doch glatt die Frage, ob die Berliner eventuell Numerobis als Architekten engagiert haben. Ihr wisst schon, den genialen Architekten aus „Asterix und Kleopatra“. Es mutet an wie eine Posse, wenn man hört dass es zwar Baupläne gibt – natürlich, wir sind schließlich in Deutschland – aber es wurde einfach mal nicht danach gebaut.

Es geht ja schließlich nur um Steuergelder, da kann man ja ruhig ein wenig großzügig sein…egal wie oft nachgebessert werden muss.

 

Ach ja, nicht zu vergessen, die armen Fluggesellschaften. Sie drohen schon mit Klagen in Millionenhöhe….schließlich müssen sie ihre Passagiere jetzt weiterhin auf den alten Flughäfen abfertigen…das geht natürlich gar nicht.

 

Ob  es wohl doch bald eine weitere Trennung zu vermelden gibt???

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Quo vadis, Berliner Flughafen, quo vadis Berlin, quo vadis Deutschland?