Hey, eine Frage … mögt ihr Musik?

Fein, dann sind wir ja schon zu … nee, nicht zu zweit, ein paar mehr werden wir ja wohl  hoffentlich sein, oder?

Aber noch blöder gefragt, mögt ihr denn auch Tanzszenen aus Filmen, Musicals, Musikvideos oder so?

Schön, dann kann ich euch ja mal zeigen, was mir so alles gefällt … wenn ihr es denn sehen wollt … irgendwer dagegen? Nein? Okay … dann mache ich einfach mal …

Wie gesagt, ich liebe Tanzszenen, egal ob zu zweit oder in der Gruppe und ich finde, ich fange mit den  Paaren einfach mal an. Die Reihenfolge stellt jetzt übrigens keine Wertung dar, sondern ist lediglich dem Zufall geschuldet.

Die erste Paartanzszene ist bereits ziemlich alt und damit meine ich, dass sie aus dem Jahr 1935 stammt. Fred Astaire und Ginger Rogers in dem Film „Top Hat“. Ich kann mich jedes Mal aufs Neue begeistern, wie der sanfte Tanz plötzlich in Steptanz übergeht. Aber die beiden waren ohnehin ein Traumpaar.

Das zweite Paar ist ebenso klasse, der Film selbst ist deutlich jünger. „Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt“ stammt aus dem Jahr 2006, Hauptdarsteller und grandioser Tänzer ist diesem Fall Antonio Banderas. Tango in Perfektion … argentinischer allerdings.

Das dritte Paar zeigt den für mich erotischsten Tanz, bei dem man es förmlich knistern hört und Funken fliegen sieht. „Save the last dance for me“ aus Queer as folk“, grandios vertanzt von Gale Harold und Randy Harrison.

Kommen wir zu den Gruppenszenen.

Da wäre zunächst einmal das Musical „West Side Story“ aus dem Jahr 1961, Uraufführung am Broadway war bereits 1957.

„America“

Die zweite Gruppentanzszene stammt aus dem Musical „Footloose“ aus dem Jahr 1984. Mitreißend und dynamisch … es zuckt in den Füßen, oder?

Und last, but not least kommen wir zu einem Video. Es stammt aus dem Jahr 1982 und ist das Video, das zu damaliger Zeit die höchsten Produktionskosten verursacht hat, eine halbe Million Dollar. Allerdings für die Longversion … die ist über 13 Minuten lang. „Thriller“ von Michael Jackson.

Vielleicht habt ihr ja beim Gucken ein wenig Spaß … lasst es mich wissen. Oder postet  auch gerne eure Favoriten in die Kommentare.

Advertisements

Montagsgrübeleien … heute mal am Mittwoch … Thema: Vielfalt oder Unübersichtlichkeit?

Wer von uns erinnert sich nicht noch an die vergangenen Zeiten, als es – natürlich vor allem im Radio – nur wenige Musikstile gab?

Ich kannte als Kind nur Rock, Pop, Klassik, Jazz/Swing, Schlager und Volksmusik. Damit war alles abgedeckt. Später kamen dann immer mehr Subgenres dazu. Ich nenne hier nur mal die Neue Deutsche Welle oder jetzt ganz neu im Retrostil der 50er Jahre der Doo-Wop. Dazwischen tummeln sich jede Menge andere Genres, wie zum Beispiel House, Techno, Beat, Chilloutmusic, Folk, Indie, Rap, Trans, Metal usw.

Braucht man das wirklich?

Oder eine Frage an die Raucher? Kann sich noch jemand daran erinnern, dass es wirklich früher jede Marke nur einmal gab? Also nicht als 20er Packung und als 25er, nicht als Bigbox und in verschiedenen Farben. Einfach nur einmal und gut. Später kamen dann die angeblich gesünderen Light-Versionen dazu, aber damit hatte es sich dann auch. Wer hat heute schon noch den Überblick, vor allem, worin liegt der Sinn? Wichtig ist doch eh nur der Preis pro Zigarette, nicht ob fünf mehr in der Schachtel sind, die ja dann auch die entsprechende Differenz mehr kosten.

Braucht man das wirklich?

Kommen wir zur Literatur. War schon mal jemand in einer Buchhandlung? Was gibt es dort für Einteilungen? Nur mal als Beispiel  … da gibt es beispielsweise Belletristik (Untergenres auch Erotik und Krimi/Thriller sowie Fantasy) – Kinder- und Jugendbuch – Reise – Sachbuch und Ratgeber – Geisteswissenschaft, Kunst und Musik – Mathematik, Naturwissenschaft und Technik – Sozialwissenschaft, Recht und Wirtschaft – Schule und Lernen – Sachbücher/Lexika.

Das reicht offline aus … warum online nicht? Nicht, dass ich es als Autorin nicht begrüßen würde, dass ich meine Bücher in tolle Kategorien stecken kann, aber … keiner kontrolliert die Autoren, ob die Einsortierung auch dem tatsächlichen Inhalt entspricht.

Es gibt die kuriosesten Auswüchse zu beobachten, zumal der Platzhirsch am Markt gerade seine Kategorien erweitert hat. Finde ich auch gut, ich denke allerdings, man ist teilweise übers Ziel hinausgeschossen oder wozu braucht es eine Unterkategorie „Militärromantik“? Traut man dem Leser wirklich nicht zu, unter den Liebesromanen die entsprechenden Bücher durch einfaches Stöbern zu finden?

Was soll mir unter Belletristik die Kategorie Genremix sagen? Unkategorisierbarer Kram oder was? Unter Populäre Belletristik tummeln sich solch schöne Sachen wie Gothic, Metaphysik oder Urban. Klingt alles wahnsinnig interessant, doch wer versteht das? Traut man den Lesern wirklich nicht zu, diese Bücher auch so zu finden? Schön ist es natürlich für die Autoren, bekommt doch so fast jedes Buch eine eigene Kategorie. Und der Autor schneller einen Rang. Natürlich nur, wenn es keine Erotik ist. Doch das ist ja ohnehin bloß Schmuddel, so denken leider sogar andere Autoren …. und sortieren sich gar nicht erst dort ein.  Aber sonst ist einfach alles eine Nummer zu viel … wobei … man könnte ja zumindest die belletristischen Kategorien sogar noch ein wenig erweitern. Wie wäre es denn, wenn unter jeder Unterkategorie noch unterschieden würde nach „Mit Happyend“ und „Ohne Happyend“?

Dann hätten wir da doch flugs noch mal das Doppelte zum Stöbern zur Verfügung und weitere Nummer eins Titel gleich dazu … wen stört es, dass die Kategorie dann nur zwanzig Titel umfasst?

ESC … steht für: Europas Spinner und Chaoten?

Was soll das eigentlich?

Die Veranstaltung heißt doch eigentlich „Eurovision Song Contest“.

Ich schau das schon lange nicht mehr, denn im Gegensatz zu früher scheint das Wort „Song“ nicht mehr für irgendetwas Musikalisches zu stehen. Es geht nur noch um Auffallen um jeden Preis, um Statements und teilweise um Klamauk.

Wer erinnert sich nicht noch an den schrägen Guildo Horn oder einen Stefan Raab, der da fragte:

„Wadde hadde dudde da?“

Erinnert sich noch jemand an den „Grand Prix Eurovision de la Chanson“?

An schöne Lieder und Interpreten, die sich entsprechend kleideten?

Auch an den Einzug des Pop beim Contest, der uns eine so wunderbare Gruppe wie Abba bescherte?

An Lieder, die auch heute noch jeder kennt, die nicht nach drei Wochen in der Versenkung verschwanden?

An Erfolge? Echte Hits? Ja, auch  an politische Aussagen, aber nicht mit dem Holzhammer?

Alle reden über Conchita Wurst – oder auch Thomas Neuwirth.

Aber … so neu ist das nicht … 1998 gewann Dana International …

http://de.wikipedia.org/wiki/Dana_International

Warum jetzt dieser Hype?

Wird das wirklich helfen, Vorurteile abzubauen oder hat er/sie allen nicht eher einen Bärendienst erwiesen?

Ach ja … provoziert wurde auch früher schon … ausgerechnet von Russland, das jetzt den Auftritt mit „Buhrufen“ quittierte …

http://de.wikipedia.org/wiki/T.A.T.u.

Für mich ist es einfach nicht mehr interessant, mir dieses Spektakel anzusehen. Es geht nicht mehr um Musik, das Votingsystem ist blöd und Hits werden in den Charts gemacht …

Apropos Hits …

Musik … das hat etwas mit hören zu tun und nicht mit sehen. Das lateinische Wort für hören lautet audire … davon leitet sich eben auch das Wort „Audio“ ab … wie wäre es denn, wenn man solche Wettbewerbe einfach dort überträgt, wo sie eigentlich hingehören? Im Radio … darf auch gerne WLAN-Radio sein. Aber eben ohne Bilder … dann ist es endlich wieder ein Wettbewerb, in dem es um Stimmen und Lieder geht. Egal wer da singt … Mann oder Frau, Solokünstler oder Gruppe, hetero-, bi- oder homosexuell, jung oder alt, weiß oder farbig … auf deutsch, englisch oder welcher Sprache auch immer. Einfach nur Musik … lasst die Optik nicht zum Entscheidungskriterium werden … der ESC ist nicht MTV!