Montagsgrübeleien … am 18.7.16

Letzte Woche in Facebook:

Ein eher nicht so beliebter Staatschef lässt mal eben nach einem missglückten Putsch fast 3000 Richter „entfernen“.
Das ist ziemlich bedenklich!

Mehrere wohl beim einschlägigen Fernsehpublikum bekannte Schauspielerinnen oder Reporterinnen sind leider – wie schon so viele bekannte Persönlichkeiten ein diesem Jahr – viel zu früh verstorben.
Das ist traurig!

Ein irrer Attentäter rast in Nizza in eine Menschenmenge und tötet dabei 84 Personen, darunter mindestens 50 unschuldige Kinder (um dieses „unschuldig“ wurde später in einem Beitrag beinahe gestritten 😦  ).
Das ist noch viel trauriger!

Aber …

Deutschland spielt POKEMON GO 😦

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Montagsgrübeleien – am 17.8.15

Überall durch die Presse geistert es, sämtliche Medien sind voll davon und auch vor den sozialen Netzwerken macht das Thema nicht Halt. Was ich meine? Die Flüchtlinge oder auch neudeutsch so schön Asylanten genannt.

Da kursieren plötzlich Fotos, auf denen unverhohlen Stimmung gegen eben diese gemacht wird. Es werden Wohnungen gefordert … nette Idee eigentlich, aber … natürlich für Deutsche, die anderen sind ja Schmarotzer.

Irgendwie gruselt es mich ein wenig vor dem, was manche so absondern. Man kann manchmal tatsächlich lesen, dass uns Asylanten unsere Jobs wegnehmen, des Weiteren die Fernseher, Handys, Wohnungen, Frauen usw. Was für eine gequirlte Schei** ist das eigentlich?

Das sind Menschen, die um ihr Leben fürchten und deswegen nach ein wenig Sicherheit suchen. Menschen, die sich oft für ihr letztes Geld eine Überfahrt auf einem mehr als wackeligen Schiff erkaufen, von denen viele jedoch die Sicherheit nie erfahren haben, weil sie mitsamt Boot untergegangen sind. Menschen, die nur das besitzen, was sie bei sich haben, und die alles andere zurücklassen mussten, auch ihre Familien und Freunde. Ja, sie haben Smartphones, weil es die einzige Kontaktmöglichkeit nach Hause für sie ist. Ja, sie müssen untergebracht werden, aber von wegen Wohnungen. Im ganzen Land werden Zeltstädte aufgebaut, in denen sie untergebracht werden sollen. Zelte – bei Wind und Wetter. Allemal besser als draußen schlafen zu müssen, aber immer noch nicht das, was man eine sichere Behausung nennt. Deswegen brauchen sie auch unsere Fernseher nicht.

Sie nehmen uns unsere Jobs weg? Falsch, Asylanten dürfen nicht arbeiten und wenn sie es noch so gerne möchten. Und unsere Frauen wollen sie schon mal gar nicht, sie wollen IHRE Frauen.

Übrigens waren auch sehr, sehr viele Deutsche schon mal Flüchtling auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf und ein wenig Frieden. Ich gebe zu, es ist lange her, aber vergessen sind sie nicht, die „Auf-dem-Kohlblatt-Hergerutschten“ aus den Gebieten, die heutzutage nicht mehr zu Deutschland gehören. Fragt sie doch mal, wie es ist, wenn man bei jedem Geräusch zusammenzuckt und permanent in Todesangst lebt. Sollten wir nicht gerade aus diesen eigenen Erfahrungen aus der Geschichte heraus mehr Mitgefühl zeigen? Und sei es nur, dass wir sie willkommen heißen und ihnen nicht noch Steine in den Weg legen.

P.S.:

Ach ja, ich vergaß. Es kommt auch gerne das Totschlagargument vom Wirtschaftsflüchtling. Sicher gibt es den Wunsch nach materieller Sicherheit in jedem Menschen. Aber … auch schon wieder vergessen, wie viele Deutsche aus eben diesen Gründen ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten oder nach Down-Under ausgewandert sind? Oft eben auch nur mit einem Koffer in der Hand. Und warum? Weil ihre eigenen Landsleute, denen sie trotz allem fremd vorkamen und die ihnen deswegen misstrauten, ihnen das Leben manchmal zur Hölle gemacht haben.

Montagsgrübeleien … am 20.4.15

Wenn ich so darüber nachdenke, worüber ich heute für euch grübeln kann, dann fallen mir doch glatt zwei Sachen ein.

Das fängt damit an, das ich heute zum ersten Mal gehört habe, dass Amazon eine/n Autoren/in angeschrieben hat, das Buch wäre gemeldet worden. So weit, so nicht gut, denn die Meldung ist allen Ernstes aufgrund von zwei falsch geschriebenen Wörtern erfolgt. Das muss man sich mal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Da melden Leser, die oft sogar „Rezessionen“ schreiben, ein Buch wegen solcher Kleinigkeiten. Haben die wirklich nur Langeweile, dann könnten sie doch stattdessen auch spielen gehen … auf der Autobahn zum Beispiel, da haben sie dann zumindest Nervenkitzel.

Wenn es danach ginge, ob Bücher Fehler haben – es gibt ziemlich sicher kein Buch ohne einen Fehler, ob Verlag oder Indie. Und vor allem müsste Amazon dann eigentlich eine ganze Menge Bücher stilllegen, denn manche wimmeln nun geradezu vor Fehlern, und damit meine ich wirklich fast völlige Unlesbarkeit aufgrund mangelnder Interpunktion und Grammatik.

Ich bin sicher auch recht pingelig, aber so etwas zu melden, käme mir nie in den Sinn. Eher melde ich eine Rezension, in der verraten wird, wer der Mörder ist oder sie schon das ganze Buch in Kurzform wiedergibt. Aber wegen eines falschen Wortes? Zumal heutzutage ohnehin kaum noch jemand ganz sicher ist, wie etwas wirklich geschrieben oder ob ein Komma gesetzt werden muss. Lektoren und Korrektoren mal ausgenommen und selbst die sind Menschen, die durchaus auch mal einen Fehler machen können.

Aber das ist heute nicht die einzige Grübelei. Da stolpere ich beim Scrollen über einen Artikel auf Instagram. Darin wird bestätigt, dass auch dort jetzt schärfere Regeln gelten, was das Posten von Bildern mit einer gewissen Freizügigkeit angeht. Da dürfen jetzt nackte Tatsachen nicht mehr gepostet werden, es sei denn, es ist Kunst. Und stillende Mütter oder Mastektomien dürfen auch gezeigt werden, weibliche Brustwarzen sonst aber natürlich nicht. Vor allem keine blanken Pobacken. Was bitte schön ist an einem nackten Hintern, egal ob weiblich oder männlich, nun schlimm, solange er nicht gespreizt zu sexuellen Handlungen einlädt? Da merkt man wieder, dass Instagram zu Facebook gehört.