Und noch ’ne Lesung

Nach meiner Lesung in der letzten Woche im Komm Du in Harburg, fand dort gestern erneut ein solches Ereignis statt. Dieses Mal war es Frank Böhm, der aus seinem Schattenstaat gelesen hat.

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In einem gut gefüllten kleinen Saal hat er uns alle in seine Zeitmaschine gesetzt und ins Jahr 2045 mitgenommen, das Jahr, in dem der Roman angesiedelt ist.

Schattenstaat ist ein spannender, dystopischer Roman um ein Deutschland, wie wir es uns lieber nicht vorstellen wollen. Ich sage nur: 1984 lässt grüßen. Wer mehr dazu lesen möchte – eine Leseprobe ist bei BookRix eingestellt und frei lesbar, der Roman (zumindest der erste Teil) soll noch in diesem Jahr (möglichst zeitnah) erscheinen.

In der Pause gab es wieder ein paar Kostproben aus Franks und meinem kleinen Gedichtband. Auch diese wurden vom Publikum mit Applaus anerkannt.

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Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Lesung … so ca. zehn Minuten

Was uns an diesem tollen Abend besonders gefreut hat, war das Erscheinen einiger lieber Gäste, darunter zweier Autorenkollegen.

Der Herr mit der weitesten Anreise kam aus Rostock. Der Autor und unser gemeinsamer Freund Dirk Harms hatte es sich nicht nehmen lassen, zu dieser Lesung das Komm Du zu besuchen. Dirk Harms ist mittlerweile bekannt für sein wunderschönes Kinderbuch „Gespenster sind nicht feige“, seine Gedichte und natürlich seinen „Plaschke“, pardon – „Der boshafte Verblichene“. Und wenn wir alle mal fest die Daumen drücken, könnte es sogar möglich sein, dass wir uns demnächst im Komm Du wiedersehen zu einer Lesung aus dem letztgenannten Roman. Etwas für die Freunde des schwarzen Humors … so viel kann ich versprechen.

Der Autor Marcel Hartmann aus Wedel, der seinen Debütkrimi in der Anthologie „Jedes Wort ein Atemzug – Kriminelle Geschichten“ veröffentlicht hat, war vor Ort und hat auf Befragen auch ein paar Worte über sein geplantes neues Projekt erzählt.

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Auch von Frank ist in diesem Jahr noch Einiges zu erwarten. Da ist natürlich zunächst der „Schattenstaat“, ein weiteres Projekt hängt noch in der Warteschleife. Gemeinsam haben wir gerade ein Buch veröffentlicht, allerdings in einem ganz anderen Bereich, in dem wir uns aber beide ebenfalls zu Hause fühlen, der Erotik. Wer lesen mag, der klickt einmal hier auf „Threesome“.

Ebenfalls in der soften erotischen Szene angesiedelt wird das nächste gemeinsame Projekt, in dem es dann um sanfte Homoerotik gehen wird. Aber das kommt erst zum Sommer, passend zur Urlaubszeit.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es eine ganz tolle Lesung war … und hoffentlich nicht die letzte mit unserer Beteiligung.

Gestern im „Komm Du“

Nun ist sie vorbei, meine erste Lesung. Und sie war einfach nur schön. Ein kleiner, aber sehr aufmerksamer Hörerkreis hatte sich eingefunden, um Auszüge aus „Sophia“ zu hören.

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Vorab ein paar Worte zur Location. Das „Komm Du“ ist ein kleines Kulturcafé in Harburg. Dort finden fast täglich kleinere Veranstaltungen statt. Beworben werden diese dann im Schattenblick, mit kleinen Plakaten, Flyern und auch einem Kundenstopper direkt vor der Tür. Schon toll, seinen Namen überall zu entdecken.

Der Eintritt ist außerdem immer frei.

Flyer Plakat

Es gibt eine kleine Bühne, die man aber selbst gestalten kann, so man denn möchte. Ich hatte mich nur für einen kleinen Büchertisch sowie einen Lesetisch entschieden. Dazu eine Leselampe, das restliche Licht war stark abgedunkelt. Das gab dem Ganzen dann eine Atmosphäre, die deutlich an ein Wohnzimmer erinnert.

Begonnen haben Frank – Freund und Co-Autor bei diversen weiteren kleineren und größeren Projekten – und ich aber erst einmal mit je einem Gedicht aus unserem gemeinsamen Lyrikbändchen – zur Einstimmung sozusagen.

Nachdem mich Frank anschließend regelrecht angekündigt hatte, konnte es losgehen. Er hat das übrigens sehr professionell gemacht, fast wie ein Conferencier. So fiel der Einstieg sehr leicht und ich konnte mit dem ersten Kapitel beginnen.

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Nach circa einer halben Stunde durften die Süchtigen eine Frischluftpause genießen, anschließend haben wir – wieder zu zweit – noch ein paar zum Thema passende Gedichte vorgetragen.

Dann ging es weiter, natürlich mit einem kleinen Sprung in der Geschichte … nicht nur stur nach Reihenfolge lesen, das ist langweilig. Irgendwann hatte ich dann das alles vorgetragen, was ich mir ausgeguckt hatte, aber es war noch ein bisschen Zeit übrig. Deshalb habe ich dann noch ein Kapitel drangehängt, sowie die ersten beiden Kapitel aus „Rosi“ gelesen, denn auch auf dieses Buch bin ich ja sehr stolz.

Wie ich an dem teilweise nach den Kapiteln, aber auch zum Schluss erklingenden Applaus schließen konnte, hat es den Zuhörern gefallen. Anschließend sind wir noch eine Weile sitzengeblieben und haben uns unterhalten. Das ist echte Nähe zum Publikum, das macht Spaß.

War es eine erfolgreiche Lesung? Definitiv. Wobei andere Menschen Erfolg sicher anders definieren. Persönlich ein Erfolg, denn ich habe nichts verpatzt, das erleichtert ungemein, selbst meine Nervosität vorher hielt sich in Grenzen. Aber auch allgemein war es erfolgreich.

Ich erkläre es einmal ganz einfach:

Es mag Leute geben, für die ist es dann ein Erfolg, wenn sie einen ganzen Saal oder eine große Buchhandlung voll bekommen und die Zuhörer anschließend ehrfürchtig mit einem eben erstandenen Buch in der Hand vor ihnen stehen, um es signieren zu lassen. Das ist es sicher auch, aber es fehlt etwas. Für mich ist der Erfolg, wenn man mir gerne zugehört hat, selbst die Wirtin sich die Zeit nahm, um zuzuhören, obwohl sie sicher genug anderes zu tun gehabt hätte. Dass alle sagten: „Weiterlesen“, als ich fragte, ob es reicht oder nicht. Wenn sich Gäste mit einem ungezwungen unterhalten und man ein Autor zum Anfassen ist, dann ist das mein ganz persönlicher Erfolg. Zumal es riesengroßen Spaß gemacht hat und ich hoffe, dass das nicht das letzte Mal gewesen ist.

Ja es war ein Erfolg.

Und wer mich noch einmal zumindest ein bisschen erleben will, am nächsten Donnerstag, 19.2.15 findet die Lesung von Frank statt – und ich bin dabei, denn es gibt auch wieder ein paar Gedichte von uns zu hören.

Anmerkung:

Gutes Foto- und Videomaterial erhalte ich nächste Woche. Dann versuche ich, etwas vernünftig zu schneiden und hochzuladen. Aber erst dann, der Rest ist einfach nicht gut genug. Ich gebe dann Bescheid, versprochen 😉

Update:

Leider habe ich das Video- und Fotomaterial noch nicht, es war zum „irgendwie hochladen“ einfach zu viel Masse. Und so hoffe ich dann demnächst auf eine direkte Übergabe. Aber dann … versprochen … dann präsentiere ich es auch 😉