Weihnachten … oder so

Ja, es ist so weit … das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Überall hasten sie durch die Gegend und die Innenstädte sind brechend voll.

Ich bin sicher nicht die Einzige, der das alles auf den Keks geht, die meisten trauen sich nur nicht, es auch zuzugeben.

Trotzdem möchte ich an dieser Stelle allen Freunden ein besinnliches, ruhiges, friedvolles und schönes Fest wünschen … denn das soll ja eigentlich der Sinn des Festes sein … Besinnlichkeit und zur Ruhe kommen, mit anderen zusammen sein.

Zum Fest habe ich vor einigen Jahren mal ein Gedicht verfasst, das meiner Meinung nach so aktuell ist wie eh und je.

Weihnachten 

Wenn bald das vierte Lichtlein brennt,
dann wissen wir: vorbei Advent.

Wir haben durchgelauf´ne Schuhe
und sehnen uns nur noch nach Ruhe

Der Weihnachtsmarkt schließt seine Pforten,
es wird besinnlich allerorten.

Die Tannenbäume schön geschmückt,
und uns´re Lieben jetzt beglückt

mit Geschenken, schön und groß.
Drei Tage später geht´s dann los.

Der Umtauschwahnsinn packt die Leute
wie eine wildgeword´ne Meute.

Dabei war alles doch so teuer.
Schon planen wir die nächste Feier.

Silvesterparty, die muss sein,
denn sonst kommt man nicht richtig rein

ins neue Jahr mit viel Tamtam.
Ach lieber, guter Weihnachtsmann,

ich hab nur einen Wunsch an dich:
Fürs nächste Jahr – verschone mich

mit diesem Wahnsinn, lass es sein,
ich will auch immer artig sein.

In diesem Sinne wünsch ich allen
Ein frohes Fest, mög´s euch gefallen

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© Valerie le Fiery

 

Wenn die Tanne lustvoll brennt

´Ne Fichte oder Nordmanntanne?
Und was kommt diesmal in die Pfanne?
Eventuell mal was vom Griechen?
Alle soll´n nach Knoblauch riechen.

Die Verwandtschaft, welch ein Graus,
entert bald das ganze Haus.
Kinderlärm und Opas Keifen
schnell nach meinen Nerven greifen.

Jetzt kommt auch noch Tante Frieda,
komisch, sonst, da ist sie nie da.
Politik mit Onkel Otto,
„Feste druff“, das ist sein Motto.

Da klingelt es – der Weihnachtsmann.
Mal seh´n, wer ein Gedicht noch kann.
Dem Winzling ist nicht wohl zumute,
er starrt nur wortlos auf die Rute.

Auf einmal ist´s nicht mehr geheuer.
Ach guck, der Baum fängt grade Feuer.
Da steht ja auch der Eimer Wasser.
Der Baum gelöscht, die Oma nasser.

Jetzt wird erst mal angestoßen,
Saft die Kinder, Schnaps die Großen.
Auf einem Bein kann man nicht steh´n,
kann bald schon nicht mehr grade geh´n.

Nur so ertrag ich die Bagage.
Upps, jetzt brauch ich ne Bandage.
Gestolpert über Opas Stock.
Der Onkel guckt mir untern Rock.

Der Dackel hat die Wurst stibitzt,
und ist gleich damit weggeflitzt.
Kartoffelsalat ist noch da.
Weihnachten!!! … wie jedes Jahr.

Vorweihnachtszeit

Seht mal an, es ist soweit
Wieder naht die Weihnachtszeit

Gab ja grad das Weihnachtsgeld
Also kaufen was gefällt

Lasst uns shoppen in der Stadt
Ganz egal, ob man´s schon hat

Hauptsache der Rubel rollt
Von der Wirtschaft so gewollt

Schließlich wollen alle was
Papa dies und Mama das

Für die Kinder soll´s was sein
Meistens groß und selten klein

Kaufen bis die Karte glüht
Schließlich ist man sehr bemüht

Zu erfüllen jeden Wunsch
Trinkt auch ab und zu ´nen Punsch

Wankt nach Haus mit Stolperfuß
So was nennt sich dann Genuss

Ruhe und Besinnlichkeit
Dafür hat man keine Zeit

Kaufen bis die Schwarte kracht
In diesem Sinne – Stille Nacht

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© Valerie le Fiery 2013