Und noch mehr Filme … Rezension zum … Vierten

Ich weiß zwar nicht genau, wann ich während des Schreibens die Zeit dazu hatte, aber gesehen habe ich sie dennoch alle … deswegen hier jetzt meine Kurzkritiken zu ein paar Filmen … bitte schön 😉

 

Boy Culture

Lebensbeichte einmal anders oder …

… auch Callboys haben Gefühle.

Der gut aussehende X ist ein Callboy, der ein wenig anders ist – er hat nie mehr als zwölf Kunden in der Kartei und … er wartet irgendwie immer noch auf den Richtigen, auch wenn er das so natürlich nicht zugibt. Da er diesen noch nicht gefunden hat, treibt er es privat mit keinem, auch nicht mit seinen beiden heißen Mitbewohnern: dem jungen, dauergeilen Joey, gerade volljährig geworden, und dem nicht minder heißen Andrew. Erst als ein neuer Kunde, ein ziemlich reifer Mann, seine Bahn kreuzt, wird ihm einiges bewusst und er erkennt, was ihm fehlt und was er will.

Ein Film, der knisternd erotisch ist, aber nie freizügig. Blanke Haut gibt es nicht wirklich viel, dafür ist das Kopfkino umso aktiver. Es ist aber auch ein Film, der nachdenklich macht und einen berührt zurücklässt, obwohl das Ende mit einer kleinen Überraschung aufwartet.

Ach ja, und wer sich wundert und fragt, ob er im falschen Film ist (in diesem Fall wäre es dann eher eine Serie) – die Synchronstimme des jungen Joey ist die, die auch schon den Justin Taylor aus „Queer as Folk“ auf Deutsch gesprochen hat. Es fällt auch schwer, hier einen Darsteller besonders hervorzuheben, jeder einzelne, inklusive des Kunden, ist absolut passend besetzt.

Sehenswert und mit fünf Sternen eine absolute Kaufempfehlung.

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Poster Boy

Was, wenn der Vater,

… der unbedingt als Senator wiedergewählt werden will, in seinem Wahlprogramm ausgerechnet gegen Schwule schießt, ohne zu wissen, dass sein eigener Sohn eben genau das ist? Ganz im Gegenteil, dieser soll als sein Poster Boy, auf Deutsch Vorzeigesohn, agieren und ihn sogar unterstützen, eine Widerrede dagegen lässt das fordernde, homophobe Familienoberhaupt gar nicht erst zu. Ausgerechnet bei einer Wahlkampfveranstaltung an der Uni outet sich Henry und stellt damit den eigenen Vater, Senator Jack Kray, bloß. Der Kontakt zerbricht und Henry erzählt die ganze Geschichte in Rückblicken.

Ein sehr mitreißender Film, wobei man den Vater mehr als einmal an die Wand klatschen möchte, der Sohn Henry sehr sympathisch rüberkommt und die Handlung aufgrund der Thematik sehr berührt. Homophobie im Elternhaus, wohl das Schlimmste, was Kindern passieren kann.

Beeindruckend ist in diesem Film die Darstellerin Karen Allen. Die zunächst angepasst wirkende Mutter wird zusehends aktiver und bietet ihrem Mann letztlich sogar die Stirn. Bekannt ist sie einigen sicher durch ihre Rolle in „Die Geister, die ich rief“, zumindest ist sie in diesem Fall die perfekte Besetzung, jede Gefühlsregung wirkt glaubhaft. Auch der Hauptdarsteller bringt seine Emotionen perfekt auf die digitale Leinwand.

Sex gibt es wenig, das ist allerdings auch gar nicht nötig, um den Film interessant zu machen. Die Story lebt nicht von Erotik, sondern von Gefühlen, die in diesem Fall meistens düster sind, aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Volle Punktzahl und absolute Kaufempfehlung.

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La Mission

Vaterliebe vs. Tradition.

Was macht ein Junge, der weiß, dass er schwul ist, aber ebenso sicher davon ausgehen kann, dass sein Vater aufgrund seiner homophoben Einstellung und einer eher machohaften Tradition das niemals akzeptieren könnte? Er verbirgt es, bis es durch einen dummen Zufall ans Licht kommt und die befürchtete Krise auslöst, der sich der junge Mann nur durch Flucht entziehen kann. Wie gut, dass er das dennoch nicht allein durchstehen muss. Ein Schicksalsschlag bringt den Vater letztlich zum Umdenken, aber bis dahin ist es ein weiter Weg, voller Emotionen und Verletzungen.

In diesem Film sind sämtliche Hauptrollen hervorragend besetzt, besonders der Vater, gespielt von Benjamin Bratt, brilliert und kommt außerordentlich glaubhaft herüber. Doch auch Jesse (Jeremy Ray Valdez) kann überzeugen, ebenso wie auch die junge Schauspielerin Erika Alexander, die die Rolle der Lena spielt, eine Mieterin, die durch ihr Verhalten nicht ganz unwesentlich dazu beträgt, dass die Situation nicht gänzlich eskaliert. Erika Alexander dürfte dem einen oder anderen noch bekannt sein, und zwar durch ihre Rolle der Pam in der Bill Cosby Show.

Alles in allem ein absolut sehenswerter Film, den man sich auch öfter anschauen kann. Das Dauerbrennerthema Homophobie ist hier sehr gut umgesetzt worden, ohne dabei allzu rührselig zu werden.

Volle Punktzahl und absolute Kaufempfehlung.

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The Big Gay Musical

Schräg, schräger … Blasphemie zum Lachen

Was wäre, wenn die biblische Geschichte ganz anders gelaufen wäre, als man es uns immer weismachen will? Dieser unterhaltsame Film stellt genau dieses Szenario nach, natürlich bloß in einem Musical innerhalb des Films, das kein Klischee auslässt und vor nichts und niemandem Respekt hat, nicht einmal vor Gott selbst. Dieser tritt dann auch höchstpersönlich auf und teilt mit, was er von allem hält … oder besser gesagt, er singt es.

Auch in diesem unterhaltsamen, leicht klamaukigen Film werden die Themen Homophobie und HIV nicht ausgespart, aber auf eine eher amüsant-ernste Weise. Man versteht die Botschaft, aber man schmunzelt dennoch und das macht den Film liebenswert. Sämtliche Darsteller kommen glaubwürdig daher, zum Brüllen komisch ist jedoch Steve Hayes als Gott. Genauso möchte man sich den Allmächtigen Vater vorstellen, wie er „Adam und Steve“ sagt, dass er sie liebt. Selten so gelacht und trotzdem den Ernst hinter dem Ganzen nicht vergessen.
Auch dieser Film ist voll und ganz empfehlenswert und bekommt meine fünf Sterne.

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Trick

Ein Trick (One-Night-Stand) …

… ist es, um den es sich in diesem Film dreht. Geschildert wird die Suche zweier Männer, die sich sympathisch finden und gern etwas näherkommen würden, nach einem geeigneten Platz, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Leider sind der bisher relativ erfolglose Musicalkomponist Gabriel und sein „Trick“ Mark, ein GoGo-Tänzer, nicht sonderlich erfolgreich. Und so düsen sie durch die Nacht, von einem Ort zum anderen.

Beide Hauptdarsteller (Christian Campbell und Jean Paul Pitoc) geben sich redlich Mühe, aber an der Handlung, der irgendwie ein bisschen der Spannungsbogen fehlt, können sie dennoch nichts ändern. Besonders schrill kommt Tori Spelling in der Rolle der Katherine beim Zuschauer an, das kann man mögen, muss es aber nicht.

Fazit: Dieser Film konnte nicht ganz überzeugen, wenn auch die beiden männlichen Hauptdarsteller nett anzusehen sind. Ich vergebe daher 3,5 Sterne, was dann nach oben auf vier gerundet wird. Ein Film, der definitiv kein Muss ist, aber nette, seichte Unterhaltung bietet.

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Eating Out

Leichte, aber nicht besonders prickelnde Unterhaltung …

Caleb lebt mit Kyle in einer Wohngemeinschaft, aber sie sind kein Paar, denn Caleb ist hetero und verguckt sich in Gwen. Aufgrund der glorreichen Idee, sich als Schwuler auszugeben, um von Gwen beachtet zu werden, kommt Marc ins Spiel, der mit Gwen zusammenlebt und von dieser mehr oder minder in Calebs Richtung geschubst wird.

Irgendwie läuft alles falsch, vor allem, dass Marc mit Caleb Sex haben will, was jedoch nur funktioniert, weil Gwen sozusagen den Telefonjoker spielt (die meiner Meinung nach beste Szene des ganzen Films). Ansonsten ist die ganze Inszenierung nicht übermäßig sexy oder gehaltvoll, es wirkt eher ein wenig bemüht. Das soll nicht heißen, dass man es sich nicht ansehen kann, aber der Film kann bei Weitem nicht mit anderen Inszenierungen des Gaygenres mithalten.

Wer leichte Unterhaltung sucht, der ist ganz gut bedient, meine Wertung wären hier 3,5 Sterne, aufgerundet dann vier. Kein Must-See, eher ein Okay-Man-Kann-Ja-Mal-Gucken.

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Noch ne Serie … queer, humorvoll, klasse

Und was habe ich mir nun gekauft und dann auch gleich durchgesuchtet?

„Looking“ heißt die Serie und sie ist wie auch „Queer as Folk“ in Amerika angesiedelt. Sie spielt ebenfalls fast ausschließlich in einer schwulen Community, Lesben tauchen gar nicht auf und auch in „Looking“ geht es natürlich um Sex. Darauf allein beschränkt es sich allerdings nicht, auch in dieser Serie ist HIV ein Thema, es wird gelegentlich gekifft (oder mal eine Molly geschluckt), es wird gevögelt und fremdgegangen, es wird geträumt und gestritten … und es wird sich immer wieder versöhnt, denn in „Looking“ steht das Thema Freundschaft an erster Stelle.

Ein paar Worte zu den Darstellern (aber gespoilert wird nicht, es soll ja Menschen geben, die das alles noch sehen wollen).

Es geht um die drei Freunde Patrick, Agustín und Dom, die Story selbst spielt in San Francisco.

Patrick arbeitet als Leveldesigner in einer Firma, die Videospiele erfindet und designt, Agustín ist selbsternannter Künstler (die Art der Kunst wechselt gelegentlich) und Dom arbeitet als Kellner in einem Restaurant, hat aber den Traum, sich mit einem eigenen Laden selbstständig zu machen, Spezialität des Hauses soll Piri-Piri werden.

Dazu kommen noch Doris, mit der sich Dom eine Wohnung teilt (sie waren vor langer Zeit mal liiert), Richie, den Patrick bereits in der ersten Folge kennenlernt, Kevin, der Patricks neuer Chef ist, Lynn, der Dom bei der Erfüllung seines Traumes helfen soll, sowie Frank, der mit Agustín zusammen ist.

Es gibt natürlich noch mehr Darsteller, doch das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen und außerdem auch schon wieder zu viel verraten.

In insgesamt 18 Folgen à 25 Minuten plus einem Film von 90 Minuten lernt man die drei Hautdarsteller und ihre Freunde verdammt gut kennen – man leidet mit, wenn wieder einmal etwas nicht klappt, kann allerdings auch oft herzhaft lachen oder zumindest schmunzeln, wenn ein gewisser Jemand zum ungezählten Mal den Tollpatsch vom Dienst gibt. Das Thema Freundschaft hat meiner Meinung nach übrigens den größten Anteil in der Serie, was ich persönlich sehr gut finde und schon bei „Queer as Folk“ klasse fand, denn wie auch im wahren Leben überdauern gute Freundschaften häufig gerade die Lieben, die von den Betreffenden immer als „unendlich“ bezeichnet werden, so lange die rosarote Brille noch funktioniert.

„Looking“ ist in meinen Augen eine gelungene Darstellung der schwulen Welt, etwas realistischer, als es „Queer as Folk“ war, mit weniger Fehlern, mit viel Musik, die allerdings nicht wirklich Ohrwurmcharakter hat, mit weniger Klischees und dazu vielen wunderschönen Bildern aus San Francisco und Umgebung. Zudem spielt „Looking“ in der jüngeren Vergangenheit, was man vor allem am beinahe inflationären Einsatz moderner Medien erkennen kann, allerdings auch an der Nutzung sämtlicher Social-Media-Kanäle, doch gerade das macht es authentisch.

Vor allem am Ende der zweiten Staffel bleibt sehr viel Spielraum für eigene Schlussfolgerungen, von daher ist es angenehm, dass ein Film sozusagen als Epilog dient und die Lücken schließt, die sonst geblieben wären, wie es ja leider oft der Fall ist, wenn Staffeln abgesetzt werden, ein Schicksal, das „Looking“ aufgrund mangelnder Sehbeteiligung leider auch ereilt hat.

Alles in allem ist „Looking“ wirklich zu empfehlen, ich möchte auf jeden Fall zum Kauf der kompletten Edition raten, denn einzeln gekauft wird es teurer, den Film allein kann man meines Wissens nicht als DVD bekommen, nur als Amazon Video erwerben.

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Was sie so treibt … na ja, sie guckt Filme … manchmal zumindest

Nachdem ich durch die Serie „Queer as Folk“ auf den Geschmack gekommen bin, habe ich mich weiter auf dem Markt für queere Filme und Serien umgeschaut, bin – teilweise natürlich auf Empfehlung – tatsächlich fündig geworden und habe mir in der letzten Zeit einige Filme angesehen.

Keine Sorge, ich werde nicht zur Rezensentin für DVDs mutieren, aber ich hoffe, ich kann mit ein paar Worten jeden der Filme kurz umreißen und damit den einen oder anderen von euch auch zum Anschauen animieren. Wie gesagt, ich bin kein Profi, aber meine Meinung habe ich schon immer gern von mir gegeben, also habt ihr jetzt die Wahl: lesen und gucken, nicht lesen und nicht gucken … oder irgendetwas dazwischen.

Der erste Film, den ich in der letzten Zeit gesehen habe, war „Latter Days“.

Worum geht es? In der Hauptsache um einen verdammt gut aussehenden Mann namens Christian, der die Männer reihenweise flachlegt, und einen anderen, Aaron, der als Mormonenmissionar nach Los Angeles kommt und – Glück oder Unglück – Christian ins Auge fällt.

Wer sich ein bisschen mit Glaubensgemeinschaften auskennt, wird unschwer das Konfliktpotenzial in dieser Konstellation erkennen. Gelingt es also einem bislang eher oberflächlichen Machotypen einen unsicheren, unscheinbaren und in seinem Glauben verankerten jungen Mann zu erobern?

Wie er das anstellt, was seine Bemühungen letztendlich auslösen und welche Wandlungen beide Männer durchleben, das erzählt der Film in sehr eindrücklichen und berührenden Szenen, gewährt dabei auch tiefe Einblicke in das Leben und Denken religiöser Menschen, die ihren Glauben derart heftig verteidigen, dass ihnen alles andere gleichgültig ist. Schauspielerisch überzeugen vor allem die beiden Hauptdarsteller, die ihre Veränderungen sehr glaubhaft darzustellen verstehen. In einer der Nebenrollen überzeugt vor allem die Chefin des Lokals „Lila“ mit ihrer Lebensweisheit und jeder Menge Mitgefühl.

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Der zweite Film, den ich hier erwähnen möchte, ist „Heimliche Küsse“, eine französische Produktion, die es leider nur mit Untertiteln auf DVD gibt, was aber kein echtes Problem darstellt.

Ein auf einer Party geschossenes Foto auf dem Blog einer Schülerin ist plötzlich der Aufreger. Das bewusste Bild zeigt nämlich den 16jährigen Nathan, der einen anderen Jungen küsst. Nathans Vater, ein Polizist, ist zunächst schockiert, akzeptiert aber schon bald, dass sein Sohn sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Als herauskommt, wer der Geküsste ist, bleibt der Ärger mit dessen Familie nicht aus, ebenso wie das Mobbing in der Schule.

Dem Regisseur ist hier ein leiser, berührender Film gelungen – einer mit feinen Untertönen, einer, den man auch gern öfter sehen kann. Die teilweise schlichten und dabei sehr menschlichen Gesten, speziell von Nathans Vater, geben dem Film Eindringlich- und Nachdenklichkeit, die zarte Liebe zwischen Nathan und Luis lässt Herzen flattern und Schmetterlinge tanzen. Dieser Coming-Out Film ist ein Plädoyer gegen Homophobie und für Toleranz und somit eindeutig zu empfehlen.

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Dann hätten wir als Drittes „Between Love and Goodbye“.

Der junge Franzose Marcel liebt den Amerikaner Kyle. Um im Land bleiben zu können, geht Marcel eine Scheinehe mit einer lesbischen Freundin ein, lebt aber dennoch mit Kyle zusammen. Diese Zweisamkeit wird von April, Kyles plötzlich aus der Versenkung auftauchender Schwester empfindlich gestört, die Marcel noch nie leiden konnte und die deshalb alles daransetzt, ihren Bruder wieder ganz für sich allein zu haben. Mittel der Wahl ist unter anderem eine Band, in der sie beide spielen.

Auch in diesem Film geht es natürlich um Liebe, aber auch um Lügen, Fremdgehen und Eifersucht, die zerstörerisch wird. Untermalt wird das alles von Musik, bei der jeder einzelne Text die Situationen gekonnt aufgreift und somit auf diese Weise den Gefühlen einen besonders tiefen Ausdruck verleiht.

Man kann diesen Film sicher nicht als romantische Schmonzette bezeichnen, sehenswert ist er allemal, schon aufgrund der beiden tollen Hauptdarsteller, wobei eifrigen „Queer as Folk“ Sehern der eine bekannt vorkommen sollte, spielte er doch das Justin Double in einer Szene. Doch auch der Darsteller des Kyle ist eine echte Augenweide und die Musik, die er als Sänger performt, ist mitreißend und ein echtes Highlight in diesem Film.

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Zum Schluss reden wir hier kurz über „Romeos – anders als du denkst“.

Dieser Film hat mich überrascht, einen Transgenderfilm hatte ich nach der Beschreibung im Klappentext nicht erwartet. Jedoch bereue ich nicht, diesen Film gesehen zu haben, denn er zeigt ganz deutlich auf, wie schwer es ist, wenn man in einem ganz normalen Umfeld plötzlich nicht mehr die Person ist, die alle anderen in einem sehen. Lukas – ehemals Miriam – hat sich mittels Hormonen äußerlich bereits größtenteils in einen attraktiven jungen Mann verwandelt, als er aufgrund seines immer noch weiblichen Vornamens als einziger Junge in einem Schwesternwohnheim landet, sich Hals über Kopf in einen Jungen verliebt und jederzeit fürchten muss, dass sein Geheimnis entdeckt wird, bevor er seine abschließenden Operationen hinter sich hat.

Der Film geht ungemein sensibel mit der Problematik um, die dieses Thema mit sich bringt, schildert allerdings auch die Verwirrungen der Gefühle, die eine solche Verwandlung mit sich bringen kann – und ist ein Plädoyer für Freundschaft.

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Viel Spaß beim Lesen … und Gucken 🙂