Resümee zu Amazonien …

Ich plädiere für folgende Sachen:

  1. Rezensieren sollte man nur dürfen, wenn man auch gekauft oder ausgeliehen hat. Das würde auch so mache Hassrezi verhindern, denn der entsprechende Rezensent müsste zumindest erst etwas Geld in die Hand nehmen, um seinem Konkurrenten zu schaden. Blogger könnte man sicher gesondert kennzeichnen und in eine Liste eintragen, damit kein Schindluder getrieben werden kann. Gut, Rezensionsexemplare verschenken wäre dann wahrscheinlich überflüssig, aber … die meisten Blogger kaufen ihre Exemplare ohnehin lieber selbst. Man könnte dann aber immer noch mit Gutscheinen arbeiten, damit der Blogger/Rezensent das Buch selbst kaufen kann.
  2. Wenn es nur mit verifiziertem Kauf gehen würde, wäre auch solche Fälle, wie der unter Zweitens beschrieben, überflüssig.
  3. Kein Problem mit dem gesperrten Blick ins Buch wegen Jugendschutz, aber … wenn gesperrt wird, dann bitte schön alle. Ohne Ausnahme. Und eigentlich auch überprüfen, wenn Titel unter Liebe eingestellt sind (oder in eine andere Kategorie), ob nicht der Klappentext schon auf explizite Szenen hinweist. Oder die Kategorie Erotik ganz abschaffen und die harten Fälle in eine neu zu schaffende Kategorie Porno einsortieren … und zwar nicht vom Autor selbst, sondern in dem Fall von einer Art Prüfkommission. Nein, ich will kein FSK, das gibt es für Bücher gar nicht. Aber es könnte nicht schaden, wenn in Amazonien jemand wenigstens mal die Klappentexte mancher Machwerke aufmerksam lesen würde. Wenn ein Autor eine verbotene Preisangabe macht, finden die das ja komischerweise auch 🙂

P.S.: Meinen Büchern hat der fehlende Blick ins Buch bislang nicht wirklich geschadet … eher das Gegenteil ist der Fall. Obwohl es schon merkwürdig ist, nach welchen Kriterien diese Sperrungen vonstattengehen.

P.P.S: … ja ich weiß, wir alle lieben Rezensionen, aber mal ehrlich … fairer wäre es doch … wer kauft, darf rezensieren und zwar unabhängig von Verwandtschaftsgrad oder Freundestatus … wer bezahlt, erwirbt in meinen Augen eben dieses Recht. Sonst soll man das doch am besten ganz canceln … dann gibt es auch weniger Hasskommentare.

Amazonien zum Dritten …

Da wundert man sich darüber, dass etliche Bücher in der Kategorie Erotik keinen Blick ins Buch mehr haben. Man muss sich als geneigter Leser erst umständlich die Leseprobe schicken lassen. Angeblich alles zum Schutze der Jugend. So so, wie wäre es denn aber mal mit einigen Prüfungen, inwiefern die verhinderten Leseproben nun plötzlich eher widerlich und abstoßend in den entsprechenden Klappentexten auftauchen? Können Jugendliche das nicht lesen?