Charity-Aktion … diese Hilfe kommt an

Der Sommer ist vorbei, das heißt…endlich wieder Zeit zum Lesen…..

Deswegen von mir an dieser Stelle mal wieder der Hinweis auf unsere Anthologie anlässlich der Hochwasserkatastrophe des vergangenen Sommers.

62 Autoren sind mit 75 Geschichten in dieser Anthologie vertreten…es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, egal ob einer eher auf Gedichte steht oder lange, sogar etwas prickelnde Geschichten, ob wissenschaftliche Abhandlung oder ernste Kurzgeschichten.

Vor allem eignet sich dieses Buch auch gut als Geschenk, denn denkt dran…bald ist Weihnachten…..zumindest wenn man in die Geschäfte schaut.

Darum hier noch mal der Link zum Buch, bei Amazon ist es auch als Printversion erhältlich

http://www.amazon.de/Entfesselte-Natur-Gemeinsam-gegen-ebook/dp/B00E7QQ0TS/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1378226519&sr=1-5&keywords=valerie+le+fiery

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Cover: Heike Helfen

Kurzbeschreibung

Anlässlich einer Spendenaktion für die Hochwassergeschädigten dieses Sommers 2013 schrieben Autoren der BookRix Community Beiträge zum Thema “Wasser”. Aus diesen Beiträgen (Geschichten, Sachberichte und Gedichte) entstand nun diese Anthologie als EBook.Die Autoren verzichten auf jegliches Honorar, da der Nettoerlös ebenfalls als Spende an die “Aktion Deutschland hilft e.V.” – Hochwasser Deutschland 2013 – gehen wird .Unser besonderer Dank geht an Heike Helfen, die uns das von ihr entworfene und gemalte Coverbild ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Anlässlich der Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Irgendwo in Afrika

Nubira und sechs ihrer sieben Geschwister laufen durch die versteppte Landschaft. Nubira ist dreizehn und die Älteste. Sie und ihre Geschwister sind auf dem Weg zur nächsten Quelle. Alle haben Behältnisse in der Hand, Kochtöpfe und Plastikflaschen, Kannen und aufgeschnittene Bälle. Alles worin sich auch nur ein kleines bisschen Wasser transportieren lässt. Es wird schwierig werden. Es war gestern schon fast unmöglich, denn der Fluss, aus dem sie immer das Wasser für die Familie holen konnten, ist fast versiegt. Das notwendige Wasser für neun Leute heranzuschaffen ist schier unmöglich geworden. Denn es hat seit Monaten nicht einen Tropfen Regen gegeben, die Erde ist verbrannt, die Erdkruste aufgeplatzt, und alles, was jemals darauf wuchs, ist verdorrt. Überall liegen die Skelette verendeter Tiere, sie sind schlichtweg verhungert… oder verdurstet.

Nubira denkt an ihre Eltern. Der Vater musste die letzte Kuh schlachten, er konnte sie nicht mehr an Stellen führen an denen Gras wuchs. Es wuchs einfach keines mehr. Dabei war die Kuh so abgemagert, dass sie kaum noch Fleisch auf den Rippen hatte. Dann ging er in die nächste Stadt, er wollte versuchen eine Arbeit zu bekommen um seine Familie zu ernähren.
Das ist jetzt ein paar Monate her. Seitdem haben Nubira und ihre Familie nichts mehr von ihm gehört. Die Mutter war zu dem Zeitpunkt als der Vater ging grade hochschwanger, es ging ihr nicht gut, Hunger und Durst erleichterten die Schwangerschaft nicht unbedingt. Nubiras jüngster Bruder wurde geboren, seitdem geht es weder ihm noch der Mutter gut.

Sie brauchen dringend Wasser und Essen, aber Wasser am Nötigsten. Nubira muss von Tag zu Tag ein Stück weiter den Fluss nach Stellen absuchen, an denen sie ihre Gefäße füllen können, doch lange wird auch das nicht mehr gehen. Der Fluss besteht soweit das Auge reicht fast nur noch aus aufgebrochenem Lehm . Mittlerweile müssen sie für eine Strecke zum Wasserholen weit über zehn Kilometer laufen … und das in der sengenden Hitze.

Nubira hält einen Augenblick inne und schaut über die traurigen, dreckverschmierten Gesichter ihrer Geschwister. Hoffentlich finden sie heute genug Wasser für einen Tag.

Tausende von Kilometern entfernt, Deutschland, irgendwo entlang der Elbe

Seit Wochen schon hat es geregnet. Die Böden sind so vollgesogen mit Wasser, dass sie nichts mehr aufnehmen können. Die Bauern schimpfen wie jedes Jahr, denn sie können ihre Felder nicht bestellen. Aber dieses Jahr scheint es besonders schlimm zu werden, denn fast täglich gibt es Warnungen vor Starkregen. Die Flüsse wissen nicht mehr wohin mit den Wassermassen. Unaufhaltsam steigen die Pegelstände, die Menschen fühlen sich aber immer noch durch die Deiche geschützt. Waren die doch nach der letzten Flut deutlich verbessert worden.

Doch dann häufen sich die Meldungen. Es droht eine neue Jahrhundertflut. Alle Kräfte werden mobilisiert. Das THW rückt an allen kritischen Stellen entlang der Flüsse an. Auch die Feuerwehr und sogar Teile der Bundeswehr kommen zum Sandsäcke-Füllen.

Viele melden sich freiwillig. So auch Tanja. Tanja ist achtzehn und hat grade ihr Abitur bestanden. Eigentlich wollte sie mit einigen anderen auf die wohlverdiente Abschlussfahrt gehen. Spontan beschließen die jungen Leute aber das Geld, was für die Reise geplant war, zu spenden, und dann melden sie sich bei den örtlichen Hilfstruppen.

Tanja und ihre Freunde schippen im Akkord. Sack um Sack wird von ihnen befüllt. Aber es werden gut eine Million Säcke gebraucht. Zum Abdichten der durchlässigen Stellen im Deich. Zum Erhöhen der Deichkrone. Zum Sichern der Häuser. Tanja spürt ihre Hände und ihr Kreuz nicht mehr, erschöpft sinkt sie gegen einen Sandhaufen. Helferinnen verteilen Kaffee und Mineralwasser. Nach einer Viertelstunde rafft sich Tanja wieder auf, schippt weiter. Wieviele Säcke sie schon gefüllt hat? Sie weiß es nicht. Aber sie hilft wie so viele hier. Es ist eine starke Gemeinschaft, sie halten zusammen. Jeder hilft so gut er kann.
Und der Fluss? Er steigt und steigt. Immer mehr Meldungen von kleineren Deichbrüchen kursieren. Die Bewohner der kleinen Stadt an der Elbe beginnen mit der Evakuierung. Sie bringen alles was wichtig ist und sich selbst in Sicherheit.

Dann, drei Tage später, ist es soweit. Der Höchststand ist erreicht. Sie kämpfen bis zur letzten Minute, doch trotz aller Maßnahmen sind etliche Straßen überschwemmt. Häuser laufen voll Wasser, Keller sowieso. Doch schlimmer ist der Schlick. Überall liegt er, auf den Straßen, in Geschäften und Wohnzimmern ebenso wie in Hotels oder Arztpraxen. Wieder helfen alle mit. Gehen an ihre Grenzen und schlafen fast im Stehen ein. Doch sie halten immer noch – oder schon wieder – zusammen. Dank der guten Planung und der frühzeitigen Evakuierung gibt es keine Menschenopfer zu beklagen.

Irgendwo in Afrika

Nubiras kleiner Bruder und ihre Mutter sind tot. Verdurstet.

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Diese und viele weitere Geschichten werden zugunsten der Opfer des Hochwassers grade auf der Buchplattform BX geschrieben und gesammelt.

Wer also Lust hat mehr davon zu lesen, der schaue doch mal hier vorbei:

http://www.bookrix.de/_group-de-hilfe-fuer-hochwassergeschaedigte/

Und was kommt jetzt?

Das mit dem Weltuntergang hat ja nun

…..…..anscheinend nicht funktioniert.

Bloß, was machen wir jetzt?

Einfach so weiter?

Weiter Lebensmittel anbauen um sie in den Tank unserer Autos zu füllen, statt damit Hunger zu bekämpfen?

Weiter Regenwälder abholzen, statt noch mehr Altpapier wiederzuverwerten?

Weiter große Autos bauen – und leider auch fahren – statt sie als das zu betrachten was sie sind: Fortbewegungsmittel, keine Statussymbole?

Weiter Kriege führen, weil jemand unseren Glauben nicht teilen will?

Weil jeder Recht haben will, obwohl das doch gar nicht geht!!!

 

Wäre es für die Welt nicht eventuell besser gewesen, wenn sie den Menschen wie einen Parasiten hätte abschütteln können?

 

Die Antwort wird wohl offen bleiben.

So bleibt wohl nur zu hoffen, dass der Mensch es irgendwann einmal lernt….

 

Wir sind hier auf dieser Erde zu Gast, mehr oder weniger lange. Also benehmen wir uns doch auch wie Gäste.