Mal etwas Neues … eine Rezension … aber nicht zu einem Buch … sondern zu „Queer as Folk“ … die komplette Serie

Kann man sich in eine Serie verlieben? Ja, man kann. Egal, wie jung oder alt man ist.

So geschehen im Jahre 2017 und die Serie heißt „Queer as Folk“, in meinen Augen die schönste und vor allem interessanteste Liebesgeschichte, die ich jemals sehen durfte. Schade, dass sie mir vorher entgangen ist.

Schauen wir uns deshalb diese Serie doch mal ein wenig genauer an. Worum geht es, außer der Liebe zwischen zwei ganz bestimmten Männern?

Das ist gar nicht so ganz einfach zu erklären. Im Vordergrund stehen natürlich die beiden Hauptakteure Brian und Justin. Dazu kommen ihre Freunde, als da wären Michael, Ted und Emmet, die beiden Frauen Lindsay und Melanie, die ein Paar sind, und last but not least Debbie, Michaels Mutter, eine wunderbare Person – etwas zu laut, ein wenig zu schrill, manchmal etwas zu direkt und doch genau der Typ Mensch, den man sofort liebgewinnt und sich als eigene Mutter wünscht.

Es gibt etliche weitere Darsteller, doch das würde hier den Rahmen sprengen. Kehren wir also zurück zum Thema.

Was macht die Serie zu etwas derartig Besonderem? Nur weil es Sexszenen gibt (und davon gibt es wirklich eine Menge, von heiß und heftig bis hin zu zärtlich und sinnlich-erotisch), wobei es den Machern gelungen ist, nicht ein einziges Mal zu viel zu zeigen? Sicher ein Grund, aber nicht der einzige. Es gibt genau die richtige Menge an Haut und Ausdruck, um das Kopfkino in Schwung zu bringen. Nackte Hinterteile gibt es ziemliche viele zu sehen, aber alle sind perfekt. Ja, es gibt auch andere Einblicke, aber nie aufdringlich, sondern einfach normal und natürlich. Das betrifft auch die beiden weiblichen Hauptdarsteller, die ebenfalls manchmal Haut zeigen (dürfen).

Definitiv haben die Schauspieler, vor allem die Darsteller Gale Harold und Randy Harrison (Brian und Justin) etwas geschafft, das mir bislang in kaum einem Film so deutlich aufgefallen ist – sie lassen einen die Gefühle, die sie mimisch ausdrücken, so hautnah spüren, dass man meinen könnte, sie wären alle wirklich das, was sie in ihrer Rolle darstellen, nämlich total verliebt oder zumindest geil, und das, ohne dass irgendetwas primitiv wirkt.

Ich gestehe, ich bin regelrecht fasziniert, welche Leidenschaft man auf die Leinwand, respektive digitale Medien bringen kann. Wenn ich tiefe Blicke sehe, Gesichtsausdrücke beobachte oder auch die Körpersprache genauer betrachte, ziehe ich meinen Hut ganz besonders vor den beiden oben genannten Schauspielern, die in ihren Debuts das geschafft haben, was sonst eher Superstars vorbehalten war, nämlich den Zuschauer zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. Selten habe ich solche überzeugenden Emotionen derart fesselnd gesehen, vor allem nicht in einer Serie.

Und doch – es steckt so viel mehr in QAF, wie die Fans es liebevoll nennen. Es scheint so aus dem Leben gegriffen zu sein, wobei es definitiv oft zu übertrieben ist, auch manchmal ziemlich schräg – oder es kleinere Logikfehler gibt, die man aber irgendwie ignoriert, weil es einfach nicht wichtig ist. Es geht nicht nur um Liebe und Sex, sondern vor allem um Freundschaft, um diese Art Freundschaft, bei der man sich auch aufs Heftigste streiten kann, sich niemals wiedersehen will, aus dem Weg geht und mit Schimpfwörtern bedenkt, aber sobald einer in Not ist oder mitten in der Nacht um Hilfe bittet, sind die Freunde da. Einfach so. Man kann sich hassen oder sogar völlig Scheiße finden, aber man lässt sich nicht im Stich. Jeder steht für den anderen ein, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, es ist eine Clique, die wie eine Festung wirkt.

Die Serie dreht sich allerdings auch um den Umgang mit Menschen. Vor allem Homophobie ist in der Serie des Öfteren präsent und kostet einen der Darsteller beinahe sein Serienleben, aber sie beleuchtet auch den Kampf, diesen alltäglichen Kleinkrieg in einer Welt, in der die „Heteros“ denken, nur sie wären normal, ohne zu merken, dass es kein normal geben kann, dass Liebe ihre eigenen Gesetze hat, dass man einen Menschen oder eine Seele liebt oder einen Charakter, aber definitiv nicht aufgrund eines Geschlechtsteils, sondern wegen allem anderen, was eben diese Person ausmacht.

Natürlich werden so ziemlich alle Klischees bedient. Ob Promiskuität oder ständiges „Auf-die-Piste-gehen“, der angebliche Unwillen, sich fest zu binden, weil das ja „hetero“ ist. Safer Sex ist ein weiteres Thema, aber auch HIV, AIDS und Drogen sind vertreten, inklusive der dazu passenden Lösungsvorschläge, ebenso Mord und Krebs, Heirat im benachbarten Ausland (damals war die Ehe in den Staaten noch nicht für jedermann offen), Beziehungen und „Nichtbeziehungen“ der verschiedensten Art, Trennungen, Tod, Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, bis hin zu der Liebe, die niemals aufgibt, auch wenn es bis zum Glück ein langer Weg ist, ein verdammt langer.

Brian Kinney, knapp dreißig, ist ein Macho, wie er im Buche steht. Ein Brian Kinney liebt niemanden, nicht einmal sich selbst, er f***t bloß. Feste Bindungen sind für ihn tabu. Sex braucht er täglich und er nimmt ihn sich, wo er ihn bekommen kann, meist in Clubs, Darkrooms und Saunen. Und eben diesem Hedonisten mit einem definitiv perfekten Körper begegnet der erst siebzehnjährige Justin Taylor. Dieser verliebt sich Hals über Kopf in den Mann, der ihn manchmal behandelt wie ein Stück Scheiße. Er lässt sich nicht abschütteln und kommt immer wieder bei ihm an, um ihn für sich zu gewinnen.

Was genau er alles macht und ob es von Erfolg gekrönt ist, möchte ich hier nicht weiter ausführen. Es könnte immerhin sein, dass ich den einen oder anderen neugierig gemacht habe und ich will schließlich niemandem den Spaß verderben.

Wer sich partout spoilern lassen will, die gängigen Suchmaschinen spucken genug Treffer aus, von kurzen Clips über Wikipedia bis hin zu Fanseiten. Allen anderen kann ich nur empfehlen, schaut euch diese Serie an, erhältlich ist sie natürlich bei den üblichen Verdächtigen, aber auch auf dem Gebrauchtmarkt findet man sehr gut erhaltene Staffeln zum günstigen Preis. Aber Vorsicht: Diese Serie macht süchtig, man zahlt mit viereckigen Augen für eine Leidenschaft, wie ich sie besser dargestellt noch nicht gesehen habe, auch nicht im Heterobereich.

Ich werde die Folgen wohl noch öfter anschauen und wie immer kleine Sachen entdecken, die ich vorher übersehen habe. Ich, die ich selten fernsehe, oute mich als neuer, aber nicht weniger überzeugter Fan von Brian und Justin, dem Traumpaar, dass mit seinem Tanz am Ende der ersten Staffel wohl alle Herzen gebrochen hat, nämlich die der Fans.

Eine Anmerkung am Schluss, weil es anscheinend viele Fans gibt, die sich eine weitere Staffel der Serie wünschen (oder sogar noch mehr):

Als Fan muss ich sagen … klar, immer her damit (auch wenn es natürlich nie geschehen wird, immerhin sind auch die Schauspieler mittlerweile lockere zwölf Jahre älter geworden), aber … als Autorin, die ich ja nun mal ebenfalls bin, weiß ich, dass jede Geschichte irgendwann zu Ende erzählt ist. Sicher könnte man noch mehr Staffeln kreieren, noch mehr Verwicklungen ins Drehbuch schreiben, aber dann käme wohl sehr schnell der Punkt, an dem sich alles bloß noch wiederholt. Nein, es ist gut, dass es nach der fünften Staffel vorbei ist, meiner Meinung nach hätte man die letzte Staffel sogar früher beenden können (Leute, die die Serie kennen, werden wissen, welche Stelle ich meine). Was jedoch nett wäre: Bei Büchern schreibt man, wenn man erzählen will, wie es weitergegangen ist, einen Epilog, in diesem Fall würde sich ein Film in Spielfilmlänge geradezu anbieten, Brian und Justin, aber auch alle anderen, noch einmal ein Stück zu begleiten. Der könnte eben auch zwölf Jahre später spielen und zeigen, was aus jedem einzelnen geworden ist.

Zusammenfassend kann ich lediglich feststellen … Queer as Folk macht süchtig, aber was soll’s … Die Nebenwirkungen sind erträglich und die Serie ist einfach nur genial. Volle Punktzahl und absolute Kaufempfehlung.

https://www.amazon.de/Queer-Folk-komplette-Serie-Bonusdisc/dp/B00GGL79VK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1496479743&sr=8-1&keywords=queer+as+folk

Sondermeldung auf Anweisung des Herrschers der Unterwelt

Ich melde mich hier mal eben mit einer Sondermeldung, die das Autorenduo, bestehend aus Frank Böhm und meiner Wenigkeit, betrifft.

Nachdem uns am gestrigen Tage, kurz nach dem Erscheinen des Interviews mit Sir Luzifer, eine erzürnte Mail desselben erreichte, in der mit unmissverständlichen Worten und unter Androhung der schlimmsten Strafen eine sofortige Veröffentlichung des angekündigten Buches gefordert wurde, konnten wir uns, aus sicher nachvollziehbaren Gründen, nicht weigern und somit steht seit gestern das Buch „Des Teufels sanfter Kuss“ bei Amazon zum Download bereit. Zudem kann es auch über Kindle Unlimited gelesen werden.

Und um das Ganze zu komplettieren, ist es uns gelungen, auch das Taschenbuch in einer dem Sir genehmen Form über diese Plattform zum Kauf anzubieten.

Die geneigten Leser finden das Ebook unter diesem Link

und das Taschenbuch an dieser Stelle

https://www.amazon.de/dp/1546336672/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1493412671&sr=1-1&keywords=des+teufels+sanfter+kuss

Interview mit dem Teufel

Hallo liebe Leser,

schön, dass Sie wieder einmal bei uns sind.

Was haben wir Ihnen heute zu bieten?

Nun, etwas ganz Exklusives, das es nur bei uns gibt und sonst nirgendwo, nämlich … ein Interview.

Ach, Sie meinen, das ist nichts Besonderes? Mag sein, rein vom Wortlaut her sicher nicht, aber … wir haben den Knaller für Sie – ein Interview mit dem Teufel.

Ja, sie haben richtig gelesen, der Leibhaftige höchstpersönlich hat sich die Ehre gegeben, uns hier in der Redaktion zu besuchen und uns ein paar Fragen zu beantworten.

Sein Interviewpartner ist ein junger Reporter, der gerade sein Volontariat ableistet, da unsere allseits beliebte Starreporterin sich derzeit im Urlaub befindet und wir den Termin nicht mehr verändern konnten. Wenn Sir Luzifer sich bereit erklärt, auf Fragen zu antworten, dann diskutiert man besser nicht weiter, sondern ergreift die Gelegenheit beim Schopfe.

Lesen Sie also im Anschluss, was unser Jungreporter Dieter Druckreif so alles erfahren hat.

Sagen Sie, Herr Luzifer, wie alt sind Sie eigentlich? Und wie lautet die korrekte Anrede?

Meine korrekte Anrede lautet Sir Luzifer und in der Regel weicht niemand davon ab, ohne einer Bestrafung zu entgehen. Verniedlichungen wie „Luzi, altes Haus“ oder Ähnliches werden bei mir augenblicklich geahndet. Ich bin so alt wie die Erde – oder sogar älter. Aber es ist schon relativ unverschämt, mir eine solche Frage zu stellen. Hüten Sie sich!

Warum sieht man Ihnen nicht an, dass Sie der Teufel sind?

Glauben sie etwa, ich laufe den gesamten Tag über mit Hörnern auf dem Kopf und einem langen, roten Schweif herum? Ich habe viele Gesichter, doch ein Mensch würde meinen regulären Anblick nicht ertragen können. Deshalb verschone ich Sie, es sei denn, Sie wollen!

Was machen Sie so den ganzen Tag?

Seelen köcheln, die Arbeit der Dämonen überwachen und neue Konzepte für meine Diamantenproduktion erarbeiten. Der restliche Teil des Tages ist privat.

Wie funktioniert das mit der Hölle und dem ewigen Feuer?

Das wollen Sie nicht wissen. Aber falls es Sie doch interessiert, dann schicke ich gern Ihnen meinen Assistenten vorbei. Der erarbeitet mit Ihnen einen Vertrag, in dem Sie mir Ihre Seele verschreiben. Dann erfahren Sie alles irgendwann am eigenen Leib.

Können Sie wirklich Diamanten produzieren?

Himmelhergottsakranochmal! Davon lebt die Hölle!

Wie oft halten Sie sich auf der Erde auf?

Ich bin in der Lage, sechs Mal pro Jahr auf der Erde zu erscheinen.

Gibt es eigentlich Gesetze, die selbst der Teufel einhalten muss?

Aber sicher. Es gibt uralte Schriften, die Paragraphen enthalten, an die selbst ich mich zu halten habe. Die werde ich Ihnen jedoch nicht verraten, obwohl einige im bald erscheinenden Roman preisgegeben werden.

Besitzen Sie eine eigene Wohnung und wer kocht für Sie?

Ich habe ein Loft und meine heiligen Hallen, von wo aus ich agiere. Wenn ich wollte, könnte ich mir jede Wohnung auf der ganzen Erde zulegen, doch meine höllische Behausung reicht mir. Komfortabel genug. Unsere gute und bezaubernde Höllenmutter Magdalene überzeugt meine Dämonen und mich täglich aufs Neue mit ihren Kochkünsten.

Praktizieren Sie noch Sex? Und wenn ja, mit wem?

Oh ja! Sagen wir mal so … ich habe in letzter Zeit etwas Neues ausprobieren wollen. Etwas, das es in der Hölle so bisher nicht gab. Meine Sexpartner lade ich in ein Paradies ein und gebe mich Ihnen … Moment! Was geht denn SIE DAS AN?

Hat der Teufel Kinder?

Nein! Keine leiblichen! Doch ab und zu gibt es Vertragspartner, die ich gern adoptieren und als meine Söhne anerkennen würde.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Sir Luzifer für seine erschöpfenden Auskünfte und hoffen, dass Ihnen damit einige Fragen beantwortet wurden, die Sie eventuell schon immer hatten, die Sie aber niemals stellen konnten. Vielleicht sind Sie dadurch ja auch ein wenig neugierig auf das Buch „Der sanfte Kuss des Teufels“ geworden, zu dem er einen nicht ganz unerheblichen Anteil beigetragen hat.

Für ein Fotoshooting stand uns Sir Luzifer leider nicht zur Verfügung, wir können jedoch versichern, dass die Person auf dem Cover des Buches ihm schon recht nahekommt.

Und nun wünschen wir Ihnen noch einen schönen Tag und – falls Sie sich dann ins Lesevergnügen stürzen wollen – gute Unterhaltung.

Herzliche Grüße

Ihre Redaktion

Ach ja, falls Sie wissen wollen, wie er denn nun aussieht, hier das Cover 😉